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BRÜLISAU: Millionär für Hotel Krone gesucht

Das Hotel Krone in Brülisau steht zum Verkauf. Es ist auf etlichen Immobilienportalen ausgeschrieben. Gleichzeitig wird bekannt: Die ins Gebäude integrierte «Chemihötte» macht im August dicht.
Roger Fuchs
Seit 2016 ist bei der «Krone» in Brülisau nichts mehr wie früher. Aktuell herrscht hier kein Betrieb. (Bilder: Roger Fuchs)

Seit 2016 ist bei der «Krone» in Brülisau nichts mehr wie früher. Aktuell herrscht hier kein Betrieb. (Bilder: Roger Fuchs)

Seit Monaten herrscht Zwist um das seit 1. Januar erneut geschlossene Gasthaus Krone in Brülisau. Besitzerin ist die EPL Immo Holding AG in Zug. Anfang Juni kündigte der im Auftrag dieser Firma für die «Krone» zuständige Fabio Sponchia an, dass sie das Hotel nicht mehr öffnen werden. Würde es niemand kaufen, soll es für immer geschlossen bleiben. Die Einheimischen wollten die heutigen Besitzer nicht und hätten ihnen von Beginn weg das Leben schwer gemacht, hielt Sponchia fest.

Nun steht fest: Das Gebäude soll definitiv verkauft werden. Es ist auf Immobilienportalen wie Homegate oder Immoscout ausgeschrieben. Mit der Abwicklung des Verkaufs ist die Vesta Immobilien GmbH aus Volketswil betraut. Der dort für die «Krone» verantwortliche Makler Harry Moser sagt, dass sie mit dem Objekt auf 23 Immobilienportalen präsent seien. Die Ausschreibung laufe seit zweieinhalb Wochen. Aussagen über allfällige Interessenten würden keine gemacht.

Immobilienökonom spricht von oberer Grenze

Der Verkaufspreis liegt bei 2,499 Millionen Franken. Das Objekt wird als «Hotel mit guter Rendite» angepriesen. Es habe 40 Zimmer und biete einem Pächter die Möglichkeit, im Hotel in einer 5,5-Zimmer-Wohnung zu leben und zu arbeiten. «Dieses Hotel eignet sich als Kapitalanlage sowie zur Selbstnutzung als Hotelier», heisst es wörtlich. Kaufinteressenten sollten mindestens 30 Prozent Eigenkapital mitbringen. Nicht zu finden sind allfällige Aussagen betreffend Sanierungsbedarf. Dass solcher vorhanden ist, erwähnte Sponchia ebenfalls Anfang Juni gegenüber dieser Zeitung.

Eine Einschätzung des aktuellen Verkaufspreises ist gemäss Immobilienökonom Fefi Sutter von der Altrimo AG in Appenzell schwierig. Dies, weil er weder Bausubstanz noch Ertragslage kenne. Seinem ersten Eindruck zu Folge seien die 2,5 Millionen Franken aber sicher «an der oberen Grenze».

Als potenzielle Käuferin abgewunken hat die Kastenbahn, die bis 2002 im Besitz der «Krone» war. Ein Rückkauf kommt gemäss Verwaltungsratspräsident Emil Koller nicht in Frage, da man sich auf das Seilbahngeschäft konzentrieren will. Der Bezirk Rüte leistet derzeit keine aktive Unterstützung bei der Suche nach einem Käufer. «Das ist nicht unsere Sache, sondern eine private Angelegenheit», sagt Bezirkshauptmann Bruno Huber. Gleichzeitig drückt er nochmals sein Bedauern über die momentane Situation aus. Er hoffe, dass sich jemand finden lasse, der bereit sei, den genannten Preis zu zahlen.

Chemihötte steht vor dem Aus

Gezählt sind inzwischen auch die Tage für die im «Krone»-Bau integrierte Dorfbar namens «Chemihötte». Leider habe er schlechte News, schreibt dieser Tage der Betreiber und Mieter Andreas Inauen auf Facebook. «Die ‹Chemihötte› schliesst die Türen.» Gewisse Leute würden es einem nicht gönnen, wenn man ein paar Franken verdiene, heisst es. Am Telefon präzisiert Inauen, dass er wegen Unstimmigkeiten den Vertrag gekündigt und auf eine Verlängerung verzichtet habe. Eine Austrinkete am 18. und 19. August soll den Abschluss bilden.

Neun Monate lang hatte Andreas Inauen die «Chemihötte» geführt. Bilder und Videos auf Facebook zeugen von guter Stimmung während dieser Zeit.

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