Brückenschlag geglückt

Gestern Donnerstag wurden mit Hilfe eines Pneukrans die Betonelemente für die neue Brücke über den Zwisler eingebaut. Die Brücke soll bis Mitte September fertiggestellt sein.

Urs M. Hemm
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Etwa 19 Meter lang und 23 Tonnen schwer. Diese Betonelemente müssen künftig eine maximale Traglast von 44 Tonnen aushalten können. (Bilder: Urs M. Hemm)

Etwa 19 Meter lang und 23 Tonnen schwer. Diese Betonelemente müssen künftig eine maximale Traglast von 44 Tonnen aushalten können. (Bilder: Urs M. Hemm)

HEMBERG/BÄCHLI. Unwirklich gross scheint der Pneukran auf der schmalen Strasse, sein Arm ist auf knapp 40 Meter ausgefahren. Langsam hebt der Kranführer ein Brückenelement an und bringt den etwa 30 Tonnen schweren Träger genau nach Anweisung seiner Kollegen auf die gewünschte Position über dem Fluss. Zentimeter um Zentimeter senkt er das Betonelement ab, bis das Zeichen kommt, dass die tonnenschwere Last exakt plaziert ist.

30 Tonnen Stahlbeton

Sonja Bischof beobachtet die Arbeiten genau. Die Bauingenieurin arbeitet für Steiger + Partner AG in Bütschwil und leitet das Projekt «Neubau Brücke Zwisler». «Insgesamt werden vier Träger eingebaut, wobei die beiden äusseren rund 30 Tonnen, die beiden inneren etwa 23 Tonnen wiegen», sagt sie. Der dafür verwendete Beton sei nur beschränkt mit normalem vergleichbar. «Für solche Brückenelemente wird Vorspannbeton verwendet, der durch ein besonderes Verfahren widerstandsfähiger wird», erläutert sie. Vorläufig werden die Elemente nur mit Mörtel befestigt. «Das bleibt natürlich nicht so. In einem nächsten Schritt werden sie fest im Widerlager verankert», sagt Bischof. Die Widerlager verbinden an beiden Enden die Brückenkonstruktion mit dem festen Boden und sollen in den kommenden Tagen aufgebaut werden.

Zeit zum Trocknen geben

Der Zeitplan ist eng an diesem Donnerstag. «Solche Pneukrane gibt es nicht viele in der Gegend, weswegen sie sehr gut gebucht sind», sagt Sonja Bischof. Daher werden am Nachmittag, sobald die Betonträger eingebaut sind, die Betonplatten für die Fahrbahn verlegt. Auf diesen wird dann der Überbeton eingebracht. «Dieser muss dann während 30 Tagen austrocknen», erläutert Bischof. Theoretisch sei ein Minimum von zehn Tagen nötig. Doch je länger der Beton aushärten könne, umso besser. «Dank der Ersatzbrücke können wir dem Beton auch diese Zeit geben. Ohne sie hätten wir uns wohl aufs Minimum beschränken müssen.» Anschliessend werden die Abdichtungen und zum Schluss der endgültige Belag eingebracht sowie Geländer und Leitplanken gebaut.

Treten keine Verzögerungen ein, sind die Arbeiten bis Mitte September abgeschlossen. Im Oktober dann soll die neue Brücke offiziell eingeweiht werden.

Abstände und Lot werden ständig kontrolliert.

Abstände und Lot werden ständig kontrolliert.

Die Betonelemente werden langsam abgesenkt und präzise plaziert.

Die Betonelemente werden langsam abgesenkt und präzise plaziert.

Dank genauer Arbeit bei den Trägern passen die Platten perfekt.

Dank genauer Arbeit bei den Trägern passen die Platten perfekt.

Sonja Bischof Projektleiterin Steiger + Partner AG, Bütschwil

Sonja Bischof Projektleiterin Steiger + Partner AG, Bütschwil

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