Brücken und Tunnel im Bau

Die Brücke Loch der Umfahrung Bütschwil ist fast fertig. Bei der Brücke Dorfbach werden demnächst die Pfeiler erstellt. Beim Tagbautunnel Engi werden die Wände betoniert.

Martin Knoepfel
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Ein fahrbares Gerüst für den Bau der Schalungen, ein sogenannter Schalwagen, wird für den Einsatz vorbereitet. (Bilder: Martin Knoepfel)

Ein fahrbares Gerüst für den Bau der Schalungen, ein sogenannter Schalwagen, wird für den Einsatz vorbereitet. (Bilder: Martin Knoepfel)

T. ENGI. Der Blick geht ins Tobel des Dorfbachs. In der Tiefe sieht man behelmte Menschlein. «Sie treiben die Schächte für die Brückenpfeiler bis auf den Felsen hinab», sagt Ruedi Vögeli, Leiter Kunstbauten im kantonalen Tiefbauamt. Im Februar haben die Arbeiten für die Brücke Dorfbach angefangen. Ende Jahr soll sie laut Zeitplan fertig sein.

Schon fast fertig ist die Brücke Loch, nördlich davon. Sie soll im Juni betriebsfähig sein. Am Montag betonieren Arbeiter die Leitmauern. Kann man die Umfahrung Bütschwil vorzeitig von Engi zum Bahnhof in Betrieb nehmen, um das Dorf teilweise vom Verkehr zu entlasten? Ruedi Vögeli verneint. Die beiden Brücken würden als Baustellenpiste dienen. So könne man es vermeiden, den Aushub des Bahnhoftunnels auf Lastwagen durchs Dorf zu karren. Beim Bahnhof fehle zudem eine gute Zufahrt zur Umfahrung, und im Tagbautunnel gebe es noch keine Sicherheitsausrüstung, sagt Ruedi Vögeli. Beim Bahnhof wurde am Montag das «Spanierhaus» abgerissen, da es der Strasse im Weg steht. Schon fertig ist die Überführung Plattenstrasse. Sie steht wie bestellt und nicht abgeholt im Feld, da der Einschnitt, über den sie führen wird, noch nicht ausgehoben ist.

Es ist laut im Tagbautunnel Engi. Ohne Gehörschutz hält man es nicht lang aus. Ein Bagger fräst hervorstehendes Gestein ab. Ein Arbeiter spritzt Wasser. Der Tunnel ist so hoch, dass man sich unwillkürlich fragt, ob die Ingenieure sich verrechnet haben. Ruedi Vögeli verneint und zeigt, wo die Fahrbahn liegen wird, etwa einen Meter höher als die Bodenplatte. Dazwischen ist Raum für Werkleitungen. Jetzt, da die Decke und die Bodenplatten fertig seien, würden die Wände des Tagbautunnels betoniert, mit selbst verdichtendem Beton, um die Vibrationen zu verringern, sagt Ruedi Vögeli. An einer anderen Stelle deutet er auf die Decke, durch die Licht schimmert. «Dort oben fahren die Autos auf der Wilerstrasse», sagt er.

Der Spaziergang endet bei der Einmündung der Ganterschwiler- in die Wilerstrasse. Bald wird jene verlegt, damit man die heutige Rampe für die Einfahrt in den Tagbautunnel Engi ausbaggern kann.

Die Umfahrung Bütschwil ist nach Auskunft von Ruedi Vögeli im Zeitplan und im Kostenvoranschlag. Der Tunnel Engi habe zwar etwas Rückstand, doch auf die ganze Bauzeit spiele das keine Rolle (siehe Kasten), sagt er.

Ein Bagger fräst die Seitenwand des Tunnels eben.

Ein Bagger fräst die Seitenwand des Tunnels eben.

Die Brücke Loch der Umfahrung Bütschwil ist fast fertig.

Die Brücke Loch der Umfahrung Bütschwil ist fast fertig.

Die Schächte für die Pfeiler der Brücke Dorfbach werden vorbereitet.

Die Schächte für die Pfeiler der Brücke Dorfbach werden vorbereitet.

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