Brücke wird zum Quartier für Fledermäuse

AUSSERRHODEN. In der Ostschweiz sind viele Fledermausarten heimisch. Gute und sichere Fledermausquartiere in der Nähe von geeigneten Jagdgebieten sind jedoch rar.

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AUSSERRHODEN. In der Ostschweiz sind viele Fledermausarten heimisch. Gute und sichere Fledermausquartiere in der Nähe von geeigneten Jagdgebieten sind jedoch rar. Gemäss einer Medienmitteilung der Ausserrhoder Kantonskanzlei hat das kantonale Tiefbauamt deshalb dieser Tage zusammen mit der Fachstelle Natur- und Landschaftsschutz erste Nistkästen an der Gmündertobelbrücke montiert. Rund dreissig Fledermauskästen aus Holz wurden eigens konstruiert und unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen und bautechnischen Erfordernisse an der Gmündertobelbrücke montiert. Um weder die Baute noch den Unterhalt zu beeinträchtigen, wurde darauf verzichtet, den Fledermäusen den Zugang in den Brückenkörper zu ermöglichen. Die Fledermauskästen sind aussen an der Brücke angebracht und bilden so natürliche Felshöhlen und Ritze nach.

René Güttinger, Fledermausspezialist aus Nesslau, hat zahlreiche Ausserrhoder Brücken besichtigt und Vorschläge für Fledermausquartiere aufgezeigt. Fledermäuse sind nachts auf Insektenjagd, tagsüber verstecken sie sich in Höhlen und Spalten von Felsen, Bäumen oder Gebäuden. (kk)