Britische Bomber über Wildhaus

WILDHAUS. Während des Zweiten Weltkriegs (1939 bis 1945) machten zahlreiche alliierte Kampfflugzeuge in der Schweiz Notlandungen oder stürzten ab, darunter auch einige im Toggenburg.

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WILDHAUS. Während des Zweiten Weltkriegs (1939 bis 1945) machten zahlreiche alliierte Kampfflugzeuge in der Schweiz Notlandungen oder stürzten ab, darunter auch einige im Toggenburg. Darunter war ein Lancaster-Bomber der Royal Air Force, also der britischen Luftwaffe, der beim Gräppelensee abstürzte, wobei fünf Mann der Besatzung ums Leben kamen. Zwei überlebten. Der Bomber gehörte zu einem Verband, der am 28. April 1944 Friedrichshafen angegriffen hatte. Die britischen Flugzeuge hatten auf dem Weg dorthin Schweizer Gebiet überflogen. Der Bomber wurde von einem deutschen Nachtjäger ebenfalls über der Schweiz beschossen und schwer beschädigt. Das kann man der jüngsten Publikation der Gesellschaft für Militärhistorische Studienreisen (GMS) entnehmen. Sie ist den alliierten Verletzungen des Schweizer Luftraums im Zweiten Weltkrieg gewidmet.

Erwähnt wird darin ebenfalls, dass eine Alarmpatrouille der Schweizer Flugwaffe erstmals mit Erfolg am 10. Mai 1940 ein fremdes Flugzeug abfangen konnte. Es handelt sich um eine deutsche Dornier-Maschine, die zuerst das Feuer eröffnet hatte und dann über Bütschwil von zwei Maschinen der Schweizer Luftwaffe beschossen wurde. Die Dornier musste im damals von Deutschland besetzten Österreich notlanden.

Der letzte Absturz eines alliierten (amerikanischen) Bombers im Toggenburg ereignete sich am 21. Juli 1944 in der Nähe der Schwägalp. Die Besatzung war zuvor über Appenzell mit Fallschirmen abgesprungen, wobei ein Besatzungsmitglied in den Tod stürzte, weil sich sein Fallschirm nicht öffnete. (mkn)

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