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Brillante Violin- und Klaviersoli

Das russische Künstlerinnen-Duo, bestehend aus Anna Tschinaeva an der Violine und Inga Katsantseva am Klavier, brillierte am Sonntag in der reformierten Kirche Rehetobel mit einem hochkarätigen klassischen Konzertprogramm.
Ferdinand Ortner
Das Duo Anna Tschinaeva und Inga Katsantseva bewies künstlerisches Format und musikalische Kompetenz. (Bild: fo)

Das Duo Anna Tschinaeva und Inga Katsantseva bewies künstlerisches Format und musikalische Kompetenz. (Bild: fo)

REHETOBEL. Ein Musikevent, das begeisterte, erlebte ein aufgeschlossenes Publikum am vergangenen Sonntag in der reformierten Kirche Rehetobel bei einem Duo-Abend der «Konzerte in Rehetobel 2016». Das Programm umfasste Highlights der Kammermusik prominenter Komponisten des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.

Der Bogen spannte sich von Beethovens berühmter «Frühlingssonate» und virtuosen Klavier-Solostücken von Sergei Rachmaninov (1873 bis 1943) und Gabriel Pierné (1863 bis 1937) bis zur hochkarätigen Sonate in A-Dur des französischen Romantikers César Franck (1822 bis 1890).

Die künstlerische Aufgabe, diese faszinierende Musik authentisch und mit subtilem Ausdruck und virtuoser Brillanz zu interpretieren, löste das Instrumental-Duo eindrucksvoll. Die Violinistin erfreute – konzentriert und beherzt musizierend – mit klangschönem, blühendem Ton und reichem Ausdrucksvermögen. Die Pianistin überzeugte sowohl als exzellente Solistin mit guter Spieltechnik und reifer Musikalität als auch als mitgestaltende Partnerin, die Sicherheit ausstrahlte und musikalische Akzente setzte.

Violinsonaten und Klaviersoli

Der Abend wurde mit der Violinsonate in F-Dur von Ludwig van Beethoven (1770 bis 1827) – der «Frühlingssonate» – eröffnet. Schon im «Allegro»-Kopfsatz, der auf einem vielfältigen Themenkomplex basiert, schufen die beiden Künstlerinnen in melodiösen Dialogen durch elanvolles Spiel eine heitere Konzertatmosphäre. Im expressiven «Adagio» erfüllten sie die innige, von Arabesken umrankte Melodielinie mit feiner Klangpoesie. Nach dem rhythmisch diffizilen, kecken «Scherzo» spielten sie auch das farbige «Rondo»-Finale mit seinen kontrastierenden Themen und dem schwungvollen Schluss sehr präzis und dynamisch.

Mit dem expressivem Klavier-Solo «Melodie E-Dur» von Sergei Rachmaninov hörten wir ein populäres Salonstück spätromantischer russischer Klaviermusik, dessen charakteristische melancholisch-pathetische Klangpracht, die dramatischen Aufschwünge und die sinnliche Eleganz die Pianistin im vollgriffigen Klaviersatz wirkungsvoll aufleuchten und sanft ausklingen liess. Als virtuoses Bravourstück mit romantischer Melodik in transparenter farbiger Instrumentation entpuppte sich die Konzert-Etüde in c-Moll, Opus 13, des Franzosen Gabriel Pierné. Die Pianistin ging voll aus sich heraus und meisterte das reiche Figurenwerk, die perlenden Läufe und die wilden Akkordkaskaden souverän.

Mitreissendes Finale

Packend auch die Wiedergabe der Sonate in A-Dur für Violine und Klavier von César Franck. Während die Violinistin durch emotionsgeladenen Vortrag brillierte, gefiel die Pianistin durch temperamentvolles Spiel. Die Sonate sprühte vor Kreativität, Phantasie und Gefühlsüberschwang. Wunderschöne Melodien und lyrische Szenen wechselten mit dramatischen Steigerungen, schwebenden Rhythmen und ekstatischer Erregung. Auf das träumerische «Allegretto» mit dem markanten, die Sätze zyklisch verbindenden Terz-Motiv folgten ein leidenschaftlich erregtes «Allegro» und als spezielle Glanzpunkte eine wunderschöne, kontrastreiche «Fantasia» sowie ein furioses Finale.

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