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BRIG: «Üsserschwyzer und Cholära»

Der nationale Begegnungstag der Appenzellervereine fand im Wallis statt. Einige Delegationen fehlten am Treffen.

Im kommenden Mai findet die Delegiertenversammlung in Flawil statt, im September der Be-gegnungstag im Glarnerland und dann haben, wie eigentlich immer, die Mitglieder des Appenzellervereins Wallis den längsten Anreiseweg. Am Sonntag, 3. September, war es für einmal um­gekehrt. 77 «Grüezini» oder «Üsserschwyzer», alles Appenzellerinnen und Appenzeller aus der schweizerischen Diaspora, waren zu Gast im Wallis, im Hotel Alpfrieden auf der Bettmeralp.

Seilbahnen gibt es sowohl in den Walliser Bergen als auch im Alpstein genügend. Von Mörel führte eine solche die erste Gruppe über Lärchenwälder hinauf auf die Riederalp. Die zweite Gruppe schwebte von der Talstation in Betten direkt auf die Bettmeralp. Im Berghaus Toni gab es Brot und Wein, Walliser Käse, Trockenfleisch und Speck. Kurz vor Mittag nahm Chläus ein Rugguseli, und die Gruppe begab sich anschliessend von der Rieder- auf die Bettmeralp. Der Herrenweg war mehrheitlich eben, durchgehend asphaltiert, links und rechts gesäumt von vielen Chalets. Der Nebel hatte sich grösstenteils verflüchtigt, und die herrliche Bergwelt auf der anderen Talseite liess den Anblick der kalten Betten mehr als nur vergessen.

Im Hotel Alpfrieden servierte man einen feinen Salat und, fast schon à discrétion, Cholera. Dieses traditionelle Walliser Gericht aus Teig, Lauch, Kartoffeln, Käse und Äpfeln hat mit der Pest nichts zu tun, sondern heisst am ehesten so, weil im Lötschental «Cholära» den Ort im Backhaus bezeichnet, wo die Kohle aufbewahrt wird. Da die Pfanne mit dem Essen darin früher direkt in die Kohle gestellt wurde, dürfte der Begriff von der Kohlenanhäufung auf die Speise übergegangen sein. Auf jeden Fall sei Schnaps gut für Cholera. Deshalb gab es dann ein exzellentes Aprikosensorbet mit einem zünftigen Schuss Abricotine.

Hans Höhener, Obmann des Ausschusses, dankte den Mit­gliedern des Appenzellervereins Wallis für das Ausrichten des heurigen Begegnungstages. Er bedauerte, dass sich diverse Appenzellervereine entschuldigen mussten. Danach informierte er über das Programm von 2018 mit der Delegiertenversammlung in Flawil und dem geselligen Begegnungstag im «Zigerschlitz» im Herbst. Gesellig ging es danach an den Tischen her. Es wurde auch gesungen und gezauert, «Öbers Älpli» sogar in der eher wenig gehörten Ausserrhoder Version. Es kam aber weder zu «Schelleschötte» noch zu «Talerschwinge», obwohl alles vor­handen war: Senntumsschellen, «Becki», Fünfliber von vor 1968. Schade, aber es ist halt, wie es ist – und alles kann und muss ja auch nicht jedes Jahr immer gleich sein und bleiben.

Das Matterhorn konnte hinter Wolken bloss erahnt werden. Dafür zeigten sich der Dom und die Mischabelgruppe in vollster Pracht, fast zum Greifen nah, in der Nachtmittagssonne. So klang der Begegnungstag nach und nach aus, und die diversen Gruppen und Schuppel machten sich auf den Heimweg. Am Bahnhof in Brig sah man einige Trachtenfrauen. Sie kamen vom Unspunnen-Fest und müssen nun wieder zwölf lange Jahre auf das nächste warten. Da haben es die Appenzellervereine besser. Ihr nächster Begegnungstag findet bereits im Herbstmonat 2018 statt. (pd)

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