Brief an Bänziger

«Dialog oder kein Dialog zum Asylzentrum Sonneblick?», Ausgabe vom 31. Januar

Hannes Suhner, Steig 323, 9428 Walzenhausen
Drucken
Teilen

Sehr geehrter Herr Bänziger, mit Erstaunen und Besorgen nehme ich zum wiederholten Male Kenntnis von Ihren Stellungnahmen/Äusserungen in der Causa «Sonneblick». Von einer Gemeinde, die stolz ist auf Carl Lutz und Jakob Künzler, die sich selbstlos für Schutzsuchende eingesetzt hat, erwarte ich ein ähnliches Engagement in Bezug auf das geplante Durchgangszentrum in Walzenhausen. Ich empfinde Ihre Aktivitäten diesbezüglich aber fast ausschliesslich als abweisend, bremsend, verhindernd. Jetzt hat sich der Kanton mit Polizei und Rettung zusammen mit dem Feuerwehrkommandanten getroffen und Sie sind beleidigt, dass Sie nicht vorgängig informiert worden sind. Dem Vernehmen nach will sich der Kanton beim Dorfmetzger Heis erkundigen, ob er Bratwürste aus Geflügel- statt aus Schweine- und Kuhfleisch liefern könne. Wollen Sie darüber auch vorgängig informiert werden? Wie schön wären doch Schlagzeilen wie folgende: Walzenhausen setzt sich ein für eine rasche und menschliche Lösung für Flüchtlinge. Oder: Herzlich willkommen gilt in Walzenhausen nicht nur für Zuzüger, die Geld bringen, sondern auch für Menschen, die Schutz suchen, ganz in der Tradition von Carl Lutz und Jakob Künzler im vorhergehenden Jahrhundert. Hannes Suhner, Walzenhausen

Hannes Suhner, Steig 323, 9428 Walzenhausen