Brauch: Das Hennenessen

Über 400 Jahre alt sei dieser Brauch, der nun schon seit 1981 zum festen Teil der Lichtensteiger Fasnacht gehört, liest man in der Fasnachtschronik.

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Über 400 Jahre alt sei dieser Brauch, der nun schon seit 1981 zum festen Teil der Lichtensteiger Fasnacht gehört, liest man in der Fasnachtschronik. Der Brauch geht auf das «Hüeneressete» zurück, das seinen Ursprung in der Befreiung von der mittelalterlichen Zehntenpflicht des Fasnachtshuhns hatte. Armin Müller schreibt in seinem Buch «Lichtensteig. Geschichte des Toggenburger Städtchens», die Hüeneresseten sei gelegentlich auch «die Fasnacht auf dem Rathaus» genannt worden. Die erste verbürgte Hüeneresseten fand am 29. Januar 1581 statt. Eingeladen waren alle verheirateten oder verwitweten Bürgerinnen und Bürger. Trommler und Pfeiffer gingen um 11 Uhr durch die Gassen und luden so zur Teilnahme ein. Es kamen bis zu 126 Gäste zum Festschmaus, alle wurden in ein Register eingetragen. Nach dem Essen «hat man erlaubt ein züchtigen Tantz ze thun». Vor 400 Jahren wurde die Fasnacht mit einem Hühnerschmaus gefeiert. Heutzutage treffen sich die Mitglieder der Fasnachtsgesellschaft zum Hennenessen in geschlossener Gesellschaft. Serviert wird ein halbes Poulet, gemischter Salat und ein Brötli. Die Städtlischränzer und weitere Guggen spielen, ein Showblock sorgt für Unterhaltung, der FC Wattwil-Bunt Plausch serviert. (hak)

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