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Teufen kann Boden kaufen

Deutlich wurden in der Gemeinde Teufen die beiden kommunalen Vorlagen angenommen. Darunter auch der Kredit für einen Landkauf beim Bahnhof.
Astrid Zysset
Die Wiese hinter dem Bahnhof gilt als strategisch bedeutend für die Entwicklung Teufens. (Bild: Karin Erni)

Die Wiese hinter dem Bahnhof gilt als strategisch bedeutend für die Entwicklung Teufens. (Bild: Karin Erni)

Über zwei Vorlagen konnte die Teufner Stimmbevölkerung gestern abstimmen – und beide wurden deutlich angenommen. 1341 sagten Ja zur Ausgabe von 800 000 Franken für den Abbruch und den Neubau des Wohnhauses Liegenschaft Schönenbüel. Lediglich 572 stimmten dagegen. Die Stimmbeteiligung lag bei 43 Prozent. Und 1329 hiessen die Krediterteilung über 1,45 Millionen Franken für den Erwerb der Parzellen beim Bahnhofareal Ost gut. 597 sagten Nein. Die Stimmbeteiligung lag auch hier bei 43 Prozent.

Alles in allem: ein deutliches Votum für die Vorhaben des Gemeinderates. «Wir haben Freude an den Resultaten», sagte daher auch Gemeindepräsident Reto Altherr. «Wir sind zwar immer davon ausgegangen, dass die Abstimmung zu unseren Gunsten ausfallen wird. Aber dass es nun so deutlich wurde, ist natürlich erfreulich.»

Mit dem Referendum die Planung vorantreiben

1,45 Millionen Franken kostet der Erwerb des Bahnhofareals Ost. Dieses umfasst 2615 Quadratmeter – das bedeutet, ein Kaufpreis von 555 Franken pro Quadratmeter. Die Gemeinde wollte dieses Grundstück dem Kanton abkaufen. Es gilt von grosser Bedeutung für die strategische Entwicklung Teufens. Doch gegen dieses Vorhaben wurde vergangenen Dezember das fakultative Referendum ergriffen. Der Gemeinderat wisse ja noch gar nicht, was auf diesen Parzellen genau entstehen soll, lautete damals der Vorwurf des Referendumkomitees. Bei solch grossen Ausgaben wäre dies aber zwingend. Die Stimmbevölkerung sah dies nun aber anders und hiess den Kauf gut. Für Jakob Brunnschweiler, Mitglied des Referendumkomitees, kam dieser Entscheid nicht überraschend. «Tangiert von den möglichen Projekten, die dort entstehen, sind ja nur verhältnismässig wenige Mitbürgerinnen und Mitbürger. Wären wir à tout prix gegen den Kauf gewesen, hätten wir eine Kampagne gefahren.» Doch darum sei es dem Komitee nie gegangen. Sondern eben darum, dass nach wie vor unklar ist, was auf den Parzellen erstellt werden soll. «Mit dem fakultativen Referendum wollten wir erreichen, dass der Gemeinderat die Planung vorantreibt und Farbe bekennt, was vor unserer Haustüre geplant ist.» Nach wie vor ist aber offen, was mit dem Pärkli, der Entsorgungsstelle, dem Park und Ride, dem Veloparkplatz und der Polizeigarage passieren soll.

Altherr wertete die Zustimmung der Bevölkerung zum Landkauf als Bekenntnis, «die Zukunft aktiv mitgestalten zu wollen». Mit dem Kauf werde primär verhindert, dass die Parzellen auf den freien Markt kommen. «In den nächsten drei, vier Jahren wird das Gebiet in erster Linie als Installationsplatz für die Baustellen und als Parkplatz genutzt. Mehr geschieht dort noch nicht. Anschliessend werden etwaige Projekte der Bevölkerung vorgelegt.»

Die zweite Vorlage war im Vorfeld der Abstimmung eher unbestritten. Der Landwirtschaftsbetrieb Schönenbüel mit einer Pachtfläche von über 13 Hektaren soll in gutem Zustand erhalten werden. Für 800 000 Franken soll deshalb das Wohnhaus durch einen Neubau ersetzt werden. Eine Sanierung käme gemäss einer Studie nur unwesentlich günstiger. Die Liegenschaft ist im Besitz der Einwohnergemeinde Teufen. Eine Veräusserung wurde angesichts der knapper werdenden Bodenreserven vom Gemeinderat abgelehnt.

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