«Blueschtfahrt» des Frauenvereins

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Bühler Der Frauenverein Bühler lädt jeweils alle Seniorinnen und Senioren von Bühler auf eine «Blueschtfahrt» ein. Die Fahrt am 8. Mai begann um 9.30 Uhr und führte in Richtung Toggenburg über den Ricken ins Linthtal. Das Wetter meint es gut mit ihnen, denn es tröpfelte nur wenig vom dicht bewölkten Himmel. Während der Fahrt vertrieben sich die Reisenden die Zeit mit dem Austausch von Neuigkeiten und einigen erzählten Witzen. Beim Blick aus dem Fenster sah man Gämse, Rehe und viel Grünzeug. Von blühenden Bäumen ist nichts zu sehen, diese sind vor kurzem erfroren. Aus einer geplanten «Blueschtfahrt» wurde kurzerhand eine Fahrt ins Grüne. Der Regen der letzten Nacht liess die Bäume und Gräser noch grüner wirken, herrlich. Nach dem Linthtal überquerten sie den Seedamm in Richtung Ägerisee, wo das Mittagessen geplant war. Nach kurzer Sicht auf das Morgartendenkmal trafen die Teilnehmenden beim Hotel und Restaurant Eierhals ein. Die Seniorinnen und Senioren fragten sich, was der eigentümliche Name «Eierhals = Heierhals» wohl zu bedeuten hatte. Vom Restaurant erhielten sie einen Flyer mit des Rätsels Lösung. Zu früherer Zeit hiess die Liegenschaft «Heierhals». Dies ist auf einen frohen Müller zurückzuführen, der bereits frühmorgens jauchzte (heien) aus Lebensfreude. «Der Jauchzer war ein Heier und wie aus dem Schreier ein Schreihals wurde, so wurde aus dem Heier ein Heierhals» (Zitat: Hans Koch, Aus «Zuger Kalender 1963»). Nach dem feinen Mittagessen mit Nachservice wurden die ältesten Teilnehmer der Fahrt ins Grüne gekürt. Das älteste Paar mit gemeinsam 167 Jahren war die Familie Büchler. Der älteste Mann, Harry Graf, und die zweitälteste Frau, Huldi Trindler, erhielten alle jeweils einen Gutschein für ein Mittagessen am Mittagstisch. Als Dankeschön erzählte Huldi Trindler der Seniorenschar ein lustiges Gedicht. Mit gemeinsamen Erinnerungsfotos reisten die Senioren weiter durch den Kanton Zürich über viele enge Kurven hinauf zur Hulftegg. Gemeinsam genossen sie das Dessert und die Aussicht auf die Nebelschwaden, die an ihnen vorbeizogen. Auf der Heimfahrt wurden einige Lieder gesungen, während einige Teilnehmer zufrieden ein Nickerchen machten. Glücklich und zufrieden erreichten sie kurz vor 19 Uhr ihre Heimat Bühler. (pd)