Blitzkasten und Verkehrssicherheit

Semistationäre Geschwindigkeitsmessanlagen (kurz Blitzkasten) dienen zur Umsetzung des Verkehrssicherheitsprogrammes des Bundes «Via Sicura», das die Unfallzahlen im Verkehr senken will. Gemäss der Regierung des Kantons St.

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Semistationäre Geschwindigkeitsmessanlagen (kurz Blitzkasten) dienen zur Umsetzung des Verkehrssicherheitsprogrammes des Bundes «Via Sicura», das die Unfallzahlen im Verkehr senken will. Gemäss der Regierung des Kantons St. Gallen eruiert die Kantonspolizei die Standorte unter Berücksichtigung zahlreicher Kriterien wie Verkehrsunfallstatistik und polizeiliche Schwerpunktthemen (wie Schulwege). Als ich neulich auf der Umfahrungsstrasse von Wattwil Richtung Dietfurt fuhr, irritierten mich aber diese Aussagen. Wenn es wirklich um Verkehrssicherheit geht, wie ist es dann zu erklären, dass auf einer übersichtlichen Umfahrungsstrasse mit Tempolimit 80 und einer Sicherheitslinie hinter einem Holzhaufen ein Blitzkasten plaziert wurde? Sind die Standortkriterien tatsächlich erfüllt oder sind es wohl doch eher finanzielle Kriterien, weshalb der «Blechpolizist» bereits wieder dort steht? Ich lehne den Einsatz von Blitzkasten zur Sanierung der Kantonsfinanzen strikt ab und wünsche mir von der Kantonspolizei mehr Sorgfalt bei der Auswahl von Standorten.

Christian HildebrandHauptstrasse 46, 9650 Nesslau

Weihnachten auf eine andere Art

Im Klosterhof in St. Gallen wird alljährlich eine Fichte mit dem Helikopter zugeflogen, daran sollen sich Tausende Menschen freuen. Auf eine andere Art geht es in der Gemeinde Bütschwil zu und her. Das Schulhausbord in Dietfurt wird kurz vor Weihnachten «ratzekahl» gerodet. Das Bord war bestückt mit einigen Föhren und mit diversen einheimischen Heckenpflanzen. Für gewisse Menschen ist das «Gstrüpp» eine Unordnung – anders bei der Tierwelt. Beispiel: An der Salweide entwickeln sich über 60 Schmetterlings- und Falterarten. Am Faulbaum sind es über 16 Arten inklusive des bekannten Zitronenfalters. Wo Insekten vorkommen, da sind die Vögel auch zur Stelle, sowie nachts die Fledermäuse. Zauneidechsen und Blindschleichen als Bodenpersonal, von denen dort noch einige beobachtet werden konnten. Wohin sollen sie bei Gefahr in Deckung? Wohin sollen jetzt all die Tiere nun flüchten? In der Landwirtschaft ist es bekanntlich auch sehr reduziert.

Bis 2006 wurden die schnellwachsenden Pflanzen an diesem Bord laufend zurückgenommen. Es ist bedauerlich, dass anschliessend dazu keine Fachperson gesucht wurde. Was lernen denn unsere Kinder in der Schule, wenn im gleichen Areal so grobfahrlässig mit den Naturaufgaben umgegangen wird?

Paul Schmucki

Michelaustrasse 19, 9615 Dietfurt

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