Blindgänger und Schlafzimmerblicke

Es gibt ein Körperteil, das dreimal so gross wird, wenn ein Mann eine Frau begehrt: die Pupille. Sie weitet sich, wenn der Mensch etwas sieht, das ihn stimuliert: Hübsche Frauen oder Männer, beliebte Nahrungsmittel oder putzige Babies.

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Es gibt ein Körperteil, das dreimal so gross wird, wenn ein Mann eine Frau begehrt: die Pupille. Sie weitet sich, wenn der Mensch etwas sieht, das ihn stimuliert: Hübsche Frauen oder Männer, beliebte Nahrungsmittel oder putzige Babies. Unbewusst werden geweitete Pupillen als attraktiv wahrgenommen, weshalb auch ein Rendezvous bei schummriger Beleuchtung oft von Erfolg gekrönt ist. Die wegen des fehlenden Lichts sowieso geweiteten Pupillen gaukeln gegenseitiges Interesse vor.

Der aufschauende Blick mit gesenktem Kopf ist übrigens nicht nur weibliches Kalkül, sondern sogar evolutionär bedingt: Die grösser wirkenden Augen sind eine Geste der Unterwürfigkeit und rufen im Manne den Wunsch hervor, die Frau zu beschützen. Aber auch Männer dürfen sich der Evolution als Ausrede bedienen, wenn ihr Blick mal wieder eine Etage unter dem Gesicht landet. Männer haben eine Art Tunnelblick, und die Nahsicht sowie das periphere Sehen ist viel schlechter als bei Frauen, bei welchen dieses Gesichtsfeld einen Winkel von mindestens 45 Grad nach beiden Seiten umfasst. Im Klartext: Es kann so aussehen, als schaue eine Frau dem Mann ins Gesicht, während sie in Wirklichkeit seine sonstige Ausstattung erforscht.

Dem männlichen Blick begegnen und ihm einige Sekunden fest standhalten, sollte bereits reichen, um ihm ihr Interesse zu bekunden. Trotzdem muss es beim Durchschnittsmann dreimal wiederholt werden. Vielleicht wäre die direkte und verbale Annäherung manchmal eben doch vorzuziehen. (lexi)

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