Blick auf die Tankstellensituation

Die Tankstelle der Landi Säntis in Mogelsberg bleibt bestehen. Grund für diesen Entscheid des Verwaltungsrats ist ein «Blick aus der Vogelperspektive» auf die Neckertaler Tankstellenlandschaft.

Adi Lippuner
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Die Tankstelle der Landi Säntis in Mogelsberg soll erneuert werden und bleibt auch in Zukunft erhalten. (Bild: Sabine Schmid)

Die Tankstelle der Landi Säntis in Mogelsberg soll erneuert werden und bleibt auch in Zukunft erhalten. (Bild: Sabine Schmid)

MOGELSBERG. Zwei gute und eine schlechte Nachricht hat die Kundschaft der Landi Säntis AG während der vergangenen Monate erreicht: Das Geschäft in Mogelsberg wird per Ende Juni geschlossen – dies die negative Meldung. Der Firmensitz bleibt im Neckertal, konkret in Wald-Schönengrund – und als jüngste positive Meldung – die Tankstelle in Mogelsberg wird erneuert und bleibt erhalten.

Zur jüngsten Meldung erklärt Geschäftsführer Andreas Gantenbein: «Das Unternehmen will den genossenschaftlichen Gedanken – trotz Rechtsform einer Aktiengesellschaft – beibehalten. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung haben die Tankstellensituation in der Umgebung angeschaut und festgestellt, dass die Mogelsberger, und das würde auch die Landwirte mit ihren Traktoren treffen, bei einer Schliessung zum Betanken ihrer Fahrzeuge nach Brunnadern oder Degersheim fahren müssten.»

Investitionen nötig

Aus diesem Grund habe der Verwaltungsrat beschlossen, die Tankstelle in Mogelsberg weiter zu betreiben und sowohl bezüglich Sicherheit als auch Umweltschutz anzupassen. Konkret bedeutet dies, dass der Geldautomat und das Kartenlesegerät erneuert und den neuesten Gegebenheiten angepasst werden. Damit der Treibstoffumschlag, sowohl bei der Lieferung als auch beim Tanken, entsprechend den Umweltschutzvorschriften erfolgt und die umliegenden Grundstücke nicht beeinträchtigt werden, braucht es bauliche Anpassungen.

Tankstelle im Baurecht

Auf die Frage nach den Kosten war von Andreas Gantenbein zu erfahren: «Die Investitionen liegen im höheren, fünfstelligen Bereich.» Auf Nachfrage kommt dann die Präzisierung, dass die Abklärungen noch laufen und Angebote eingeholt werden. «Wir rechnen aber mit 50 000 bis 60 000 Franken, das ist aber noch nicht im Detail ausgerechnet.»

Wann die Umbauarbeiten in Angriff genommen werden, ist ebenfalls noch offen. «Die Tankstelle wird im Baurecht betrieben, wir haben noch einige Abklärungen mit der Besitzerin, der Südostbahn (SOB) zu treffen», sagt der Geschäftsführer.

Auch die Frage, ob die umgebaute Tankstelle in Mogelsberg kostendeckend betrieben werden kann, wird nicht mit konkreten Zahlen beantwortet. «Wir rechnen mit einer <schwarzen Null>», so Andreas Gantenbein. In diesem Zusammenhang wird auf den genossenschaftlichen Gedanken des Unternehmens hingewiesen. Offen ist ebenfalls, was mit dem Gebäude nach der Schliessung des Geschäfts per 30. Juni passiert. «Es laufen verschiedene Verhandlungen, Verträge sind aber noch keine unterzeichnet. Aus diesem Grund kann ich zu einem laufenden Verfahren keine Auskünfte erteilen,» bittet der Geschäftsführer um Verständnis für seine Zurückhaltung.

Positiv in Wald-Schönengrund

Erfreulich, also entsprechend den Erwartungen, entwickelt sich das neue Verkaufsgeschäft mit Tankstelle in Wald-Schönengrund. «Verlagerungen von Mogelsberg nach Wald-Schönengrund haben wir noch keine festgestellt. Ganz anders das Einkaufsverhalten der Kundschaft aus Waldstatt, die kaufen gerne im neuen Geschäft ein.» Allerdings besteht die Hoffnung, dass nach der Schliessung in Mogelsberg möglichst viele Kunden dem Unternehmen treu bleiben und in einer anderen Geschäftsstelle einkaufen.

Die operative Leitung der Landi Säntis liegt in den Händen von Andreas Gantenbein. Die strategische Führungsverantwortung hat der siebenköpfige Verwaltungsrat unter der Leitung von Verwaltungsratspräsident Ernst Messmer.