Blaulicht abschaffen?

Leserbrief zur Umstellung des Rettungsdienstes in der Spitalregion Fürstenland Toggenburg zum Notarztsystem

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Leserbrief zur Umstellung des Rettungsdienstes in der Spitalregion Fürstenland Toggenburg zum Notarztsystem

Da ab 1. Januar 2013 im Grossraum Lichtensteig, Wattwil, Ebnat-Kappel, Nesslau bis Schwägalp inklusive Neckertal keine schweren Notfälle mehr eintreten werden, wird das Notarztfahrzeug (in Wattwil) abgeschafft. Und eben die paar schweren Einzelfälle kann man ja gut von Wil oder Uznach aus lösen. Die Notärzte haben in dieser Region ohnehin zu wenig Arbeit. Das Motto scheint zu heissen: «Das Toggenburg kann warten bis wir Zeit haben und kommen.» Fahren Sie einmal zwischen 16.30 und 19 Uhr von Will nach Ebnat-Kappel mit Stau in Rickenbach und zwei geschlossenen Barrieren in Bütschwil. Die Fahrt – auch mit Blaulicht – dauert mindestens 20 Minuten länger als ab Wattwil.

Dass es schön ist (oder wäre), wenn man diese Organisation nicht brauchen würde, ist jedem klar. Im Notfall, sei es ein Unfall oder ein medizinisches Problem, aber zählt jede Minute oder sogar Sekunde. Und eben da können einem Minuten wie Stunden vorkommen. Wir haben dies mit unserem Kind schon wiederholt erlebt und wissen wie wichtig es ist, wenn das Einsatzfahrzeug innert Minuten vor Ort ist. Darum ist es unsere Meinung, dass genau das bisherige Notarztfahrzeug weiterhin ab Wattwil kommt.

Letztlich wollen wir noch all den Notärztinnen und Notärzten und Fahrern vom Spital Wattwil danken, die bis anhin diese Funktion mit grossem Einsatz und unserer Zufriedenheit erfüllt haben.

Walter und Ursula Frei,

Berglistrasse 32c,

9642 Ebnat-Kappel

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