Blasphemie in der Fasnachtszeitung

Coca-Cola unser im Himmel Herisauer Fasnachtsgazette 2016

Drucken
Teilen

Eine beschriftete Coca-Cola- Büchse in der Fasnachtsausgabe der Appenzeller Zeitung vom Mittwoch, 27. Januar, haut dem Fass doch den Boden heraus. Ich denke, da hat der Autor sogar die bekannten Pariser Autoren von «Charlie Hebdo» in den Schatten gestellt. Ursache waren ein paar besorgte Seelsorger/innen und Pfarrer/innen, welche sich in einem Leserbrief gegen die Einladung des Coca-Cola-Tracks am Weihnachtsmarkt in Herisau wehrten. Natürlich war dann im Nachgang dieser Track in der Appenzeller Zeitung gross im Bild und auch dafür verantwortlich, dass der Markt gut resp. besser besucht war. Beste Werbung für einen Weltkonzern, welcher mit Gratisgetränk und Geschenkartikel die Besucher erfreute.

Nun braucht es schon wahnsinnig Phantasie, um daraus einen Beitrag in der Herisauer Fasnachtsgazette zu schreiben. Darüber zu schreiben – mit etwas Humor – kann in der Fasnachtszeit akzeptiert werden, aber was da passierte, ist absolut nicht mehr tolerierbar. Das überschreitet die Grenze von Anstand, Ehrfurcht und Würde! Das alle Christen verbindende Gebet «Vater unser» wurde auf eine hinterhältige und perverse Art verunglimpft, dass es einem beim Lesen übel wurde. Ebenso das Gebet der Katholiken «Gegrüsst seist Du Maria».

Diesem Schreiberling – ich gehe von einer männlichen Person aus – gehört eine Lektion über Anstand und Toleranz verpasst. Die redaktionell Verantwortlichen der Appenzeller Zeitung sind hier nicht ausgenommen. Eine Entschuldigung von oberster Stelle wäre hier nicht unangebracht.

Walter Bach Chapfenböhlweg 1, 9100 Herisau

Aktuelle Nachrichten