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Bittere Kälte und viel Schnee

Damals

Vor 100 Jahren

5. Januar: Wattwil. Es herrschte wieder eine bittere Kälte und das Thermometer zeigte 25 Grad unter Null, also die tiefste Temperatur dieses Winters. Das ist bei dem empfindlichen Brennmaterialmangel eine grosse Kalamität und führt dazu, das besondere Kälteferien für die Schulen angesetzt werden müssen, denn die Kohlenvorräte sind überall fast aufgebraucht. Aber es geht schliesslich doch zu weit, die Wartsäle der Station an solchen Tagen, wo unsere Soldaten wieder zum Grenzdienste einrücken müssen, nicht früher zu öffnen und die Leute draussen stehen zu lassen. Es wurde diesen Morgen sehr über diese Unaufmerksamkeit geklagt. In solchen Fällen kann auch die strengste Vorschrift einmal anders gehandhabt werden.

9. Januar: Wattwil. Erfroren ist in der Nacht ein 79jähriger Junggeselle in der Feuerschwand. Er wollte abends, wie üblich, von seiner etwas abgelegenen Behausung aus die Milch bei einem Nachbar abholen und muss dabei unterwegs von der grimmigen Kälte übermannt worden sein. Ein Passant fand ihn am Morgen tot am Wege.

9. Januar: Toggenburg. Seit zwei Tagen dröhnt wieder fast unaufhörlicher Kanonendonner von der Sundgaufront herüber. Sowohl am südlichen Frontabschnitt vor Altkirch, wie mehr nördlich in der Gegend von Thann, Hartmannsweiler- und Wolfskopf, entfaltete die beidseitige Artillerie eine lebhafte Tätigkeit. Von besonderer Stärke war das Geschützfeuer am Samstag, auch in der Nacht vom Samstag auf Sonntag und Montag über hörte man fortwährend fernen, dumpfen Kanonendonner.

Vor 50 Jahren

5. Januar: Wattwil. Winter-Tauchkurs an der Thur. Der Tauchklub Barracuda, St. Gallen organisiert einen Tauchkurs. Es findet eine Demonstrations- und Einführungsstunde statt, Besammlung 13.00 Uhr beim «Volkshaus» bei jeder Witterung. Interessenten – nur über 18 Jahre – bringen ihre Taucherbrille zur Kontrolle mit. Alle anderen Geräte, wie Kälteschutz-Anzüge, Flossen etc., werden vom Klub gestellt.

8. Januar: Toggenburg. Ein Grossaufgebot von Wegmachern, Polizisten und Schneeräumungsmaschinen mussten eingesetzt werden, um dem Verkehrschaos vorzubeugen. Zwischen Wildhaus und Nesslau machten die starken Verwehungen auch eine zeitweilige Sperrung notwendig. Hier fielen auch zahlreiche Automobilisten durch ein völlig falsches Verhalten auf, indem sie ihre Wagen ohne Signalisation und Beleuchtung auf offener Strecke stehen liessen und sich davonmachten. Auch der Bezirk Neutoggenburg bekam seinen Teil ab. So musste die Wasserfluhstrasse infolge fortwährender Verwehungen gesperrt werden. Die Strasse zwischen St. Peterzell und Hemberg wurde durch einen gestürzten Baum blockiert, der erst zersägt und von der Fahrbahn geschafft werden musste. Aeusserst problematisch entwickelten sich die Schneeräumungsarbeiten in Hemberg. Des starken Sturmes wegen musste man mit den Arbeiten aufhören, da die Leute in Atemnot gerieten und sich in die Häuser zurückzogen. Der Uebergang über die Scherb ist gesperrt sowie zahlreiche andere, weniger wichtige Strassen auch. Im hintern Neckertal ist die durchschnittliche Schneehöhe auf 1 Meter 60 bis 1 Meter 80 angewachsen. In der Mistelegg wären Verwehungen bis zu viereinhalb Meter Höhe zu bestaunen.

Vor 20 Jahren

9. Januar: Ennetbühl. Wildschwein als Glücksbringer. Ennetbühler schoss nach 45 Jahren am Necker auf Krummenauer Boden wieder ein Wildschwein. Es soll ursprünglich aus dem Schwarzwald stammen.

9. Januar: Toggenburg. Pünktlich zu Beginn der kalten Jahreszeit meldete sich der Winter mit weisser Pracht. Ein ausgedehnter Wolkenschirm einer polaren Kaltluftmasse, aus welchem die ersten Schneeflocken bis ganz unten ins Tal fielen, erreichte das Toggenburg. Der Wintereinbruch brachte eine magere Schneedecke von fünf bis zwölf Zentimeter. Am 14. Dezember fielen oberhalb 1200 Meter 20 bis 40 Zentimeter Schnee, in den Niederungen drei Zentimeter. Nach vier Tagen weisser Landschaft und Kälte, stellte sich in den Bergen ein Föhnsturm ein, der in Nesslau die Temperatur auf 15 Grad ansteigen liess, während es in Locarno schneite.

Vor 10 Jahren

5. Januar: Lichtensteig. Dass die Schulgemeinde Lichtensteig ihre Oberstufenschüler in Wattwil beschulen lassen werde, steht inzwischen ausser Frage. Noch nicht geklärt ist hingegen der Zeitpunkt. Ist dies nun ab Sommer 2008 oder erst ab Sommer 2009? Zwar laufen die Verhandlungen mit der Schulgemeinde Wattwil-Krinau derzeit auf Hochtouren und die beiden Räte gehen davon aus, dass der Vertrag Mitte Januar unterschriftsreif vorliegen wird. Die Unterschrift – und damit die Beschulung der Lichten-steiger Oberstüfler ab August 2008 in Wattwil – machen die beiden Gemeinden allerdings vom «ausdrücklichen, definitiven und unwiderruflichen Beschluss» der St. Galler Regierung zum Kauf des Oberstufenschulhauses abhängig.

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