«Billet» mindestens zwei Jahre weg

Als Raser gilt laut Strassenverkehrsgesetz, wer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit in folgendem Ausmass überschreitet: • in der Tempo-30-Zone um 40 Kilometer pro Stunde; • dort, wo Tempo 50 gilt, also innerorts, um 50 Kilometer pro Stunde;

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Als Raser gilt laut Strassenverkehrsgesetz, wer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit in folgendem Ausmass überschreitet:

• in der Tempo-30-Zone um 40 Kilometer pro Stunde;

• dort, wo Tempo 50 gilt, also innerorts, um 50 Kilometer pro Stunde;

• ausserorts, wo Tempo 80 gilt, um 60 Kilometer pro Stunde;

• dort, wo man 120 Kilometer pro Stunde fahren darf, zum Beispiel auf Autobahnen, um 80 Kilometer pro Stunde.

Als Raser gilt weiter, wer zentrale Verkehrsregeln mit Absicht verletzt und so einen Unfall mit Schwerverletzten oder Toten riskiert. Beispiele sind sehr gefährliche Überholmanöver oder Rennen auf der Strasse.

Die Mindestfreiheitsstrafe für Raser ist ein Jahr bedingt, die Höchststrafe vier Jahre. Raser müssen zudem den Führerausweis für mindestens zwei Jahre abgeben. Im Wiederholungsfall erfolgt der Entzug für immer, mindestens aber für zehn Jahre. Damit sie das «Billet» zurückerhalten, müssen rückfällige Raser darüber hinaus ein verkehrspsychologisches Gutachten erstellen lassen.

Bei Rasern kann das Fahrzeug eingezogen werden. Darauf hat die Staatsanwältin in diesem Fall verzichtet, weil das Motorrad geleast war und die Leasingfirma versprochen hat, dem Mann nie mehr ein Motorrad zu überlassen. Der Mann hat trotz der fristlosen Kündigung des Vertrags durch die Leasingfirma noch Leasingraten zahlen müssen. Der amtliche Verteidiger argumentiert deshalb, dass sein Mandant durch das Strafverfahren finanziell geschädigt worden sei. (mkn)

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