Bildungsstandort Toggenburg: Ja!

«Wattwil, zentral im Einzugsgebiet» Ausgabe vom 19. Februar 2014

Esther Meier, Federweg 41, 3008 Bern
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Seit ein Neubau der Kantonsschule Wattwil ernsthaft diskutiert wird, drängen Vertreterinnen und Vertreter aus dem Linthgebiet wiederholt auf eine Prüfung eines alternativen Standortes im Linthgebiet. Dieses Vorgehen stösst bei uns auf Unverständnis, denn wiederholt hat sich die Kantonsregierung für den Standort im Toggenburg ausgesprochen.

Begründet wird die Forderung mit dem scheinbar unzumutbar langen Schulweg. Unzumutbar? Im Halbstundentakt fährt ein Zug von Rapperswil-Jona nach Wattwil, die Fahrtdauer beträgt knapp 30 Minuten. Bei der Realisierung einer Kantonsschule Linth würde sich der Schulweg eines Mittelschülers aus Wildhaus nach Wil auf über eine Stunde verlängern. Das wäre somit mehr als das Doppelte der für einen Rapperswiler zumutbaren Zeit. Gelten für Toggenburger Jugendliche andere Massstäbe, wenn es darum geht, was zumutbar ist?

Dabei dürften wir stolz sein auf die Kantonsschule in Wattwil. Wir, die wir an der Kantonsschule Wattwil 2009 abgeschlossen haben, durften vier Jahre vom fachlich erstklassigen Unterricht profitieren. Als Masterstudenten können wir rückblickend bilanzieren, dass wir an der Kantonsschule Wattwil mit dem nötigen Rüstzeug für die Zeit an der Universität ausgestattet wurden. Die Lehrkräfte engagierten sich zudem über ihr Pflichtpensum hinaus für zusätzliche Angebote. Als Beispiele seien hier das Orchester «il mosaico», die Aufführung des Musicals «Grease» oder die Exkursionen der naturwissenschaftlichen Gruppe «academia» aufgezählt.

Wir wünschen uns, dass auch zukünftige Generationen von Toggenburger Schülern und Schülerinnen dieselben Möglichkeiten für eine weiterführende Bildung haben werden. Deshalb: Ja zur Bildungsgerechtigkeit – Ja zum Bildungsstandort Wattwil. Unterstützen auch Sie unsere Petition unter www.bildung-toggenburg.ch.

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