Bilder tänzerisch ausdrücken

In Tanzstunden bei der Tanz- und Theaterpädagogin Susanne Roth in Ebnat-Kappel lernen Kinder, sich mit Musik und Bewegungen auszudrücken. In einer Werkaufführung zeigten sie das Gelernte vor.

Christiana Sutter
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Als Detektive bringen die Kinder ihren Tanz zum Ausdruck. (Bild: Christiana Sutter)

Als Detektive bringen die Kinder ihren Tanz zum Ausdruck. (Bild: Christiana Sutter)

EBNAT-KAPPEL. Die Mädchen und Knaben konnten das Gelernte ihren Eltern, Grosseltern und Geschwistern am Mittwochabend vorzeigen. Vor lauter Aufregung und sicher auch wegen der Hitze im Tanzsaal, hatten die Mädchen und Knaben rote Backen. Die fünf Gruppen, mit rund 30 Kindern, zeigten ihr Können in einer Werkvorführung vor. «Die Gruppen sind nach Alter abgestuft. Ich nehme zwei bis drei Jahrgänge zusammen. Die Jüngsten sind zweieinhalb und die ältesten zwölf Jahre alt», sagt Susanne Roth, Tanz- und Theaterpädagogin. Sie unterrichtet die Kinder im Kreativen Kindertanz und den Grundtechniken des Modernen zeitgenössischen Tanzes.

Vorstellungsvermögen fördern

Der Grund warum die Kinder diesen Tanzunterricht besuchen, sei meistens der, dass die Eltern beobachten, dass sich ihre Kinder gerne zur Musik bewegen. Der Tanz und die Musik haben verschiedene positive Einflüsse auf den Körper und die Entwicklung des Kindes, sagt Susanne Roth: «Mit dem Tanz kann die natürliche Freude an der Bewegung beim Kind geweckt, das Muskelkorsett gestärkt und die Körperhaltung verbessert werden.» Ein weiterer Punkt sei auch die Persönlichkeitsförderung eines Kindes. Weiter wird auch das Selbstbewusstsein gesteigert, das Rhythmusgefühl geschult und das Vorstellungsvermögen gefördert. «Die Themen der Tänze sind auf das Alter der Kinder abgestimmt», erklärt die Tanz- und Theaterpädagogin weiter. Die Handlungen spielen sich an Orten ab, die den Kindern nahe sind damit sie sich bildlich vorstellen können. Das Thema der Kleinsten war die Geschichte eines schlecht gelaunten Dachses. In dieser Handlung kamen Waldbewohner, Pflanzen und auch Gefühle vor. Die Mädchen und die zwei Knaben stellten deshalb Mäuse, Bäume und Gemüse in einem Garten dar. In einem nächsten Tanz hatten die Kinder Mützen, Sonnenbrillen auf und Lupen in der Hand: Sie waren Detektive.

Plié, Relevé oder Rond

Mit der Zeit werden auch Gegenstände und Kostüme in die Tänze einbezogen, erklärt Susanne Roth. Mit diesen optischen Akzenten kann die Handlung noch verstärkt werden. Die ältesten Tänzerinnen führten zum Thema Bahnhof einen Tanz auf. Bei dieser Vorführung zeigten die Mädchen auch bereits eine verstärkte Mimik und die Bewegungen waren koordinierter und genauer. Die Tanztechnik sei deshalb auch einer der wichtigsten Faktoren im Unterricht. Beispielsweise Plié (Kniebeuge), Relevé (auf die Spitze stehen) Rond (Kreis) oder wie eine Diagonale getanzt wird. Je nach Alter baut Susanne Roth diese Formen spielerisch in den Unterricht mit ein. Nach den Sommerferien nimmt sie eine Knabengruppe mit speziellen Knaben-Themen und einen Kleinkinderkurs in ihr Programm auf. Auch ein Kurs für Erwachsene hat bereits begonnen.

www.susanneroth.ch

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