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BILD DES JAHRES 2017: Emotionen festgehalten

Die Leserinnen und Leser haben ein Bild von Lorenz Reifler zum Bild des Jahres 2017 gewählt. Oftmals stehe man als Sportfotograf am falschen Platz, hier habe es aber gepasst, sagt der Fotograf über das Bild.
Bruno Eisenhut
3. Platz: «Der goldene Herbst» (Bild: Luciano Pau)

3. Platz: «Der goldene Herbst» (Bild: Luciano Pau)

Bruno Eisenhut

bruno.eisenhut

@appenzellerzeitung.ch

Lorenz Reifler zeigte sich erfreut, als er am Neujahrstag vom Triumpf seines Bildes «Wie der Vater, so der Sohn» erfahren hat. Zwar habe er während der Abstimmungsphase schon zahlreiche Reaktionen auf seine nominierten Bilder erhalten, erwartet habe er den Sieg aber nicht.

Das Rennen um das Bild des Jahres 2017 war bis zum Schluss eine enge Sache. Das Bild «Betriebspause beim Skilift Trogen» weckte insbesondere im Einzugsgebiet des Skiliftes Emotionen und erzielte lediglich acht Stimmen weniger als das Siegerbild. Auf dem dritten Platz rangierte sich das Bild «Der goldene Herbst», welches von Luciano Pau als Leserbild eingereicht wurde.

Bild mit verschiedenen Aussagen

Am Appenzeller Kantonalen Schwingfest in Teufen entstand das Siegerfoto. Als Sportfotograf stehe man sehr oft am falschen Ort, so Reifler. In diesem Moment habe er aber den richtigen Platz innegehabt. Das Bild beinhaltet haufenweise Aussagen. Einerseits zeige es die Freude von Vater Emil Giger über den Sieg seines Sohnes, so der Fotograf. Andererseits scheinen sich die beiden Protagonisten auf dem Bild völlig ungestört zu fühlen. Obwohl sich die Fotografen um sie stellen. Die Tatsache, dass sich Emil Giger nicht gerne in das Rampenlicht dränge, mache dieses Bild für ihn noch einzigartiger, sagt Lorenz Reifler.

Vorliebe für den Sport

Als Fotograf bewegt sich der in Hundwil aufgewachsene und dort wohnhafte Lorenz Reifler auf verschiedenen Bühnen. Hauptsächlich sieht er sich selber aber als Sportfotograf. Im Auftrag des Appenzeller Verbands hält er die Einsätze der Schwinger fest und besucht dadurch jährlich eine Vielzahl an Schwingfesten. Zudem fotografiert er gelegentlich auch den Turnsport. Die Sportfotografie sei verbunden mit Emotionen, erklärt der 33-Jährige. So habe er als aktiver Turner und ehemaliger Vereinspräsident des TV Hundwil an den letztjährigen Vereins-Schweizer-Meisterschaften mühe gehabt, während dem Fotografieren seine Emotionen im Griff zu behalten als die Appenzeller reihenweise Gold gewannen. Weiter sei es die Abwechslung, welche für ihn den Reiz an der Sportfotografie ausmache.

Genauso gehören Architekturbilder zum Portfolio des Fotografen. «Berufsbedingt», wie er sagt. Als Innenausbauzeichner ist er bei der Firma Nägeli Holzbau in Gais tätig und ist unter anderem für das firmeneigene Bildarchiv zuständig. Das zeigt auch, dass Lorenz Reifler nicht vollamtlich als Fotograf arbeitet. Es sei nicht sein oberstes Ziel, dereinst nur noch von der Fotografie leben zu können, blickt er voraus. Ausschliessen sollte man im Leben allerdings nie etwas.

Bilder als Referenzen

Das Bild des Jahres 2017 helfe ihm sicher, seine Bekanntheit als Fotograf noch weiter auszubauen, ist Reifler überzeugt und sieht seine Strategie fortgesetzt. «Die Bilder sind meine Referenzen», sagt er sich und setzt auf Mund-zu-Mund-Propaganda. So kämen immer mal wieder Aufträge für verschiedene Events hinzu. Oder offizielle von Vereinsvorständen, Organisationskomitees, Vereinsjubiläen etc.

Sind die Bilder einmal gemacht, archiviert sie Lorenz Reifler alle feinsäuberlich. Es brauche System, um die Bilder in nützlicher Frist wieder zu finden. Die Beschriftung sei das A und O. Derzeit optimiert er sein Archiv, um jederzeit Herr über seine Tausenden von Bildern zu sein. Zu Reiflers Sammlung gehören auch Bilder vom Bloch. Das Werbebild für den in Bälde in die Kinos kommenden Blochfilm entstand durch Reifler und dank seinem scharfen Auge für das Detail. «Wenn ich das Bild auf der Werbung sehe, macht es mich schon ein wenig stolz», so Reifler. Stolz darf er auch auf das «Bild des Jahres 2017» der Appenzeller Zeitung sein.

Nominiert waren weiter Bilder folgender Fotografen: Claudio Bäggli, Toni Küng, Andy Lehmann, Karin Erni, Gianni Amstutz, Lukas Pfiffner, Erich Brassel und Patrik Kobler. Die Redaktion gratuliert.

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