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BILANZ: Solides Ergebnis und Kundennähe

Die Raiffeisenbank Neckertal ist gut aufgestellt. An der Generalversammlung vom Freitagabend in St. Peterzell nahmen 536 Stimmberechtigte die Rechnung an und bestätigten den Verwaltungsrat.
Cecilia Hess-Lombriser
Der Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Neckertal und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Der Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Neckertal und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Cecilia Hess-Lombriser

redaktion

@appenzellerzeitung.ch

Das Orchester Vivaldissimo der Musikschule Toggenburg stimmte die Generalversammlung der Raiffeisenbank Neckertal mit einem gefälligen halbstündigen Konzert ein. «Musik zum Träumen», wie Verwaltungsratspräsident Kurt Knaus später lobte. Die Schülerinnen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren spielten unter der Leitung von Hermann Ostendarp. Das «Concerto Grosso in F-Dur» von Arcangelo Corelli machte den Auftakt, drei argentinische Tangos den Abschluss; dazwischen verblüffte Akkordeonistin Leonie Früh aus Nesslau mit dem Csárdás des italienischen Komponisten Vittorio Monti. Sie hatte die volle Aufmerksamkeit des Publikums.

Kosten im Neckertal im Griff behalten

Kurt Knaus schaute einleitend zum geschäftlichen Teil auf die wirtschaftliche und politische Lage des Jahres 2016 zurück. Trotz düsterer Prognose sei es gar nicht so schlecht gewesen. Der Export und der Tourismus seien allerdings wegen des überbewerteten Franken immer noch belastet. Im Europaraum gebe es eine moderate und stetige Erholung. «Beim Brexit wird es bei den Verhandlungen Verlierer geben und nur wenige Gewinner», meinte der Verwaltungsratspräsident. Das globale Wirtschaftsklima sei zwar aufgehellt, was jedoch die Machtwechsel in der Welt brächten, sei unsicher. «Die Zinsen werden noch lange tief bleiben», prognostizierter er. Die Raiff­eisenbank Neckertal habe mit einem guten, soliden Ergebnis abgeschlossen. Auf der Ertragslage zu wachsen sei in dieser Region schwierig und deshalb müssten die Kosten im Auge behalten werden. Aus diesem Grund wird, wie die Bank bereits kommuniziert hat, die beiden Geschäftsstellen Brunnadern und Hemberg per Ende Juni dieses Jahres geschlossen. Die Bancomaten bleiben erhalten und am Hauptsitz in Schönengrund wird nun eine 24-Stunden-Selbstbedienungszone eingerichtet.

Jahresgewinn auf halbe Million gesunken

Die «Krone» in Hemberg gehört der Raiffeisenbank Neckertal. Es sei wenig sinnvoll, das Restaurant weiterzuführen. Drei neue Wohnungen sollen eingebaut werden. Das Baugesuch sei eingereicht worden, informierte Kurt Knaus weiter. Zur Jahresrechnung gab Christian Okle, Vorsitzender der Bankleitung, ergänzende Informationen. Die Eigenmittel seien einer der Erfolgsfaktoren der Bank. Mit dem erwirtschafteten Gewinn von 497 390 Franken, 18 Prozent weniger als im Vorjahr, könne das Eigenkapital weiter gestärkt werden. Dieses beträgt nun 13,6 Millionen Franken. Die Eigenmittelforderungen würden weiter verschärft werden. Im Hypothekargeschäft ist die Raiffeisenbank Neckertal gut aufgestellt. Dieser wuchs um 0,1 Prozent auf 226,8 Millionen Franken. Die Tragbarkeitsbe- rechnung, die von einem Hypothekarsatz von 5 Prozent ausgehe, sei unrealistisch; jungen Familien bleibe so Wohneigentum verwehrt. Die Kundeneinlagen stiegen um 1,9 Prozent auf 248,5 Millionen Franken. «Das widerspiegelt das Vertrauen der Kundinnen und Kunden», meinte Okle. Die Kundenbeziehung sei der Bank wichtig. Und so bietet sie sogar an, für Beratungen nach Hause zu kommen. Das tiefe Zinsniveau wirkte sich aus. Der Brutto-Erfolg aus dem Zins­geschäft sank um 3,5 Prozent auf 3,34 Millionen Franken.

Gesamter Verwaltungsrat bestätigt

Christian Okle informierte zudem, dass von elf Mitarbeitenden sechs eine Höhere Fachschule zwecks Weiterbildung besucht hätten. Fabian Bischof hat das Diplom als Bankwirtschafter HF erlangt. Nachdem die Rechnung einstimmig genehmigt worden war, wählten die Genossenschafterinnen und Genossenschafter den Verwaltungsrat wieder: Kurt Knaus, Präsident; Karl Egli, Vizepräsident; Werner Rutz, Aktuar; Walter Baumann und Thorsten Friedel. Ruben Temprana, Leiter Kundenbetreuung, ehrte Mitarbeiterin Angelika Haag. Sie arbeitet seit 15 Jahren für die Bank im Neckertal.

Und 3208 Mitglieder zählt die Raiffeisenbank Neckertal. Die Zahl ist leicht rückläufig. Verständlich, denn immerhin verlas Kurt Knaus die Namen von 36 Mitgliedern, die letztes Jahr gestorben sind.

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