Biker brauchen Geduld, bis sie den neuen Pumptrack einweihen können

Die neu gebaute Anlage in Urnäsch muss wegen Corona geschlossen bleiben.

Karin Erni
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Der Pumptrack konnte bisher ausschliesslich für Proberunden genutzt werden.

Der Pumptrack konnte bisher ausschliesslich für Proberunden genutzt werden.

Bild: Karin Erni

Nach rund zwei Jahren Planungs- und Bauzeit hätte der Pumptrack Urnäsch im Mai mit einem Eröffnungsfest feierlich eingeweiht werden sollen. Die Coronakrise hat dem Trägerverein jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht. «Aus baulicher Sicht könnten wir die Anlage zwar öffnen, doch wir möchten Menschenansammlungen unbedingt vermeiden», sagt Vereinspräsident Ueli Schmid. Und diese Gefahr ist durchaus real, denn die neuartigen Sportanlagen, die von Gross und Klein genutzt werden können, sind ausgesprochen beliebt. Sie seien deshalb im Verein und in Absprache mit der Gemeinde übereingekommen, dass es besser sei, die Eröffnung auf unbestimmte Zeit zu verschieben, so Schmid. «Bis dahin sollen die Gestaltung des Aufenthaltsbereichs, die Arealbegrünung sowie Markierungen und Beschriftungen ebenfalls fertiggestellt sein.»

Nachdem die Gemeinde im letzten September die Baubewilligung erteilt hatte, starteten bald darauf die Bauarbeiten. Die Grundstruktur des Tracks wurde angelegt. Wegen der Witterung musste der Belagseinbau auf den Frühling verschoben werden. Letzte Woche wurden 200 Tonnen Asphalt von Hand eingebaut. Keine leichte Sache, bei einer Bodentemperatur von 150 Grad Celsius.

Nutzung ist für Private kostenlos

Mit der Planung und Realisierung der Arbeiten war die Firma Velosolutions aus Flims betraut. Sie hat ihr Know-how aus dem Bau von Mountainbiketrails in Berggebieten und hat weltweit bereits rund 300 Pumptracks erstellt. Die rund 1500 Quadratmeter grosse Anlage in Urnäsch sei eine der besseren, die er kenne, sagt Sandro Schmid, von Velosolution. «Sie fährt sich sensationell.»

Sandro Schmid und seine Kollegen haben nach Abschluss der Bauarbeiten mit ihren Dirtbikes ein paar Proberunden samt Saltos auf dem Parcours gedreht. Schnell waren zahlreiche Kinder und Erwachsene zur Stelle, die sich die Show nicht entgehen lassen wollen. «Das Besondere ist, dass ein Pumptrack vielen Velofahrern etwas bietet. So kann der erwachsene Mountainbiker Geschicklichkeit und Gleichgewicht trainieren. In einem relativ flachen Teil des Parkes können Kinder aller Altersstufen gefahrlos das Pumpen, ein Rad ohne Treten in Bewegung zu halten, üben», sagt Ueli Schmid. «Grössere Kinder und Jugendliche wagen sich gerne an das Fahren von Steilwandkurven und Sprüngen heran. Das Befahren des Asphaltbelags ist grundsätzlich bei jedem Wetter möglich.» In dieser relativ neuen Sportart werden auch Wettkämpfe ausgetragen. Die Nutzung durch Private sei kostenlos, sagt Schmid. «Wir freuen uns aber, wenn möglichst viele Nutzerinnen und Nutzer bei unserem Verein Mitglied werden.»