Biber knabbern an Burietstrasse Bäume an

Seit gut drei Jahren sind Biber beim Seegraben aktiv. Der Bach trennt die Burietstrasse und das Gelände beim Airport St. Gallen-Altenrhein. Seit einigen Tagen sind Frassspuren an Bäumen entlang der Strasse zu sehen.

Rudolf Hirtl
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Gefährlich nahe an der Strasse sind Biber am Seegraben in Altenrhein aktiv – vorwiegend in der Nacht. (Bild: Rudolf Hirtl)

Gefährlich nahe an der Strasse sind Biber am Seegraben in Altenrhein aktiv – vorwiegend in der Nacht. (Bild: Rudolf Hirtl)

ALTENRHEIN. Im März 2006 wurde im Gebiet Eselschwanz erstmals ein Biber gesichtet. Die damalige Einschätzung, dass der beinahe ein Meter lange und 30 Kilogramm schwere Jungbiber auf Brautschau ist, hat sich bestätigt. Vom Biber gefällte Weiden oder Bäume, versehen mit den typischen Nagespuren, sind in der weiteren Region heute keine Seltenheit mehr.

An der Mündung aktiver

Derzeit müssen sich Naturliebhaber nicht einmal mehr die Mühe machen, an Gewässern entlang zu spazieren, um Spuren aktiver Biber zu entdecken. An der Burietstrasse, auf Höhe der Airport-seitigen Parkplätze, lassen angeknabberte Bäume keinen Zweifel offen. Laut Beobachtungen des zuständigen kantonalen Wildhüters Mirko Calderara sind am Seegraben seit drei Jahren sporadisch Frassspuren zu sehen. «Aktiver sind die Biber an der Mündung selbst. Dort, wo der Seegraben in den See fliesst, hat es einen sogenannten Mittelbau. Bei diesem unter dem Seepegel ins Erdreich gegrabenen Bau ist das Dach eingestürzt, weshalb es Biber mit Ästen abgedichtet haben.» Calderara schätzt, dass dort zwei, eher aber eine ganze Biber-Familie wohnt.

Bis zu 100 Biber vermutet

Biber sind zwar nicht in der Lage, einen mittleren Baumstamm innert einer Nacht zu fällen, dennoch werden die Bäume entlang der Burietstrasse regelmässig kontrolliert. «Wenn er dünne Weiden fällt, ist das kein Problem, doch wenn ein Baum auf die Strasse zu fallen droht, dann müssen wir einschreiten. Seit «Rudolf» im Frühling 2006 gesichtet wurde, hat sich die Biber-Population in der Region prächtig entwickelt. Laut Angaben des Wildhüters leben von der Mündung bis zum oberen Rheintal auf Schweizer Seite des Alten Rheins gegen 50 Biber. Auf beiden Seiten des Flusses dürften es also gegen 100 sein.

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