Bezirksrat Schlatt-Haslen und Schützen: Grosses Schweigen nach Einigung

In einem im Nachgang zur Bezirksgemeinde 2017 ausgetragenen Knatsch zwischen Bezirksrat und Bezirksschützen ist es zu einem Konsens gekommen. Details will man erst am 22. November preisgeben.

Roger Fuchs
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Schützenstand Schiessegg in Schlatt-Haslen. Bild: pd

Schützenstand Schiessegg in Schlatt-Haslen. Bild: pd

Die Bezirksgemeinde 2017 in Schlatt-Haslen hatte eine Stimmrechtsbeschwerde der Bezirksschützen zur Folge. Jetzt heisst es aus den Reihen des Bezirksrats wie auch der Schützen: «Ja, wir haben uns geeinigt.» Dass in diesem Zusammenhang die Details interessieren, hängt an der Tatsache, dass an der besagten Bezirksgemeinde 2017 einem Antrag zugestimmt wurde, wonach den Schützen nur noch maximal zehn Prozent des Gesamtaufwandes vergütet werden soll. Daraufhin reichten die Bezirksschützen Stimmrechtsbeschwerde ein. Begründet wurde diese unter anderem damit, dass vor der Abstimmung mit falschen Zahlen operiert worden sei. Die Schützen blitzten sowohl bei der Standeskommission als auch vor Kantonsgericht ab. Die Beschwerde ans Bundesgericht sei nun angesichts der Einigung zurückgezogen worden, heisst es.

Doch wie sieht diese Einigung aus? Der Volksentscheid von 2017 hat schliesslich immer noch seine Gültigkeit. Sowohl beim Bezirksrat als auch bei den Schützen heisst es in einer ersten Reaktion, dass man gemeinsam an der öffentlichen Versammlung vom 22. November orientieren werde. Dass dies Mutmassungen fördert, wonach man hinter verschlossenen Türen etwas ausgeheckt hat, das nicht dem Volksentscheid von 2017 entsprechen könnte, nimmt man offenbar in Kauf. Der genannte Volksentscheid wurde damals mit 63-Ja-Stimmen zu 44-Nein-Stimmen gefällt.

Immerhin: Der Bezirkshauptmann Sepp Neff will angesichts der Brisanz und auf Nachfrage der Appenzeller Zeitung hin doch nochmals prüfen, mit den Medien schon etwas früher zu sprechen − aber nur gemeinsam mit den Schützen. Die im Rahmen der Einigung unterzeichnete Vereinbarung soll übrigens die Kooperation bis ins Jahr 2025 regeln.