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BEZIRKSGEMEINDE: Wahlkrimi in Appenzell

Bei der Wahl eines neuen Hauptmanns für Appenzell musste an der gestrigen Bezirksgemeinde ausgezählt werden. Ein Bürger beantragte eine Steuersenkung.
Roger Fuchs
Das Volk hat gewählt, das Jackett sitzt: Franz Fässler begibt sich als neuer stillstehender Hauptmann von Appenzell nach vorne. (Bild: Roger Fuchs)

Das Volk hat gewählt, das Jackett sitzt: Franz Fässler begibt sich als neuer stillstehender Hauptmann von Appenzell nach vorne. (Bild: Roger Fuchs)

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Reto Inauen, Bezirkshauptmann von Appenzell, hat gestern seine Politkarriere beendet. Seit 2013 sass er im Bezirksrat, seit 2009 im Grossen Rat. An der gestrigen Bezirksgemeinde legte er diese Ämter nieder. Lydia Hörler-Koller hat turnusgemäss das regierende Hauptmannamt übernommen. Bei der Wahl des neuen stillstehenden Hauptmanns liess sie nach zweimaligem Ausmehren auszählen. Metzgermeister Franz Fässler obsiegte dabei gegenüber dem bereits als Bezirksrat tägigen Alfred Koller. Zu einem Krimi entwickelten sich auch die Ersatzwahlen für den Grossen Rat. Nebst dem Sitz von Inauen wurden im Parlament die Plätze von Barbara Fässler, Monika Eugster-Sutter und Johann Signer-Heim frei. Für alle Sitze waren mehrere Wahlgänge nötig, wobei die aus dem Volk gerufenen Namen stets die gleichen blieben. Zu neuen Grossräten gewählt wurden Urs Koch, Erich Gollino, Patricia Fritsche und Adrian Locher. Keinen Sitz ergattern konnten die ebenfalls ins Rennen geschickten Franziska Waber und Susanne Tidbury.

Alle Verbleibenden wurden in ihren Ämtern bestätigt. Die Bezirksrechnung 2017 schloss bei Ausgaben von 5,6 Millionen Franken nach ausserordentlichen Abschreibungen und einer Rückstellung mit einem Gewinn von knapp 150000 Franken. Das Eigenkapital beträgt neu fast drei Millionen Franken. Angesichts dieser Ausgangslage beantragte ein Bürger, den Steuerfuss nicht wie vom Bezirksrat vorgeschlagen bei 20 Prozent zu belassen, sondern auf 18 Prozent zu senken. Der Bezirk brauche keine Steuern auf Vorrat einzunehmen, so die Begründung. Lydia Hörler-Koller hielt dagegen mit dem Hinweis, dass man in den vergangenen zwei Jahren schon den Steuerfuss gesenkt habe und die Auswirkungen oft erst drei, vier Jahre später sichtbar würden. Die Bezirksgemeinde unterstützte in der Folge die Beibehaltung des heutigen Steuerfusses.

Weitere Sachgeschäfte standen nicht an. Der abgetretene Reto Inauen führte in seiner letzten Ansprache aus, dass er auf eine prägende Zeit zurückblicken dürfe, in der er viel gelernt habe. Im Namen des Bezirksrates dankte er auch Innerrhodens neuem Säckelmeister Ruedi Eberle aus Gonten, gegen den er und ein weiterer Mitkonkurrent aus Oberegg eine Woche zuvor an der Landsgemeinde unterlagen.

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