BEWILLIGUNG: Dunkle Gaiser Kirchenuhr

Nach einer Renovation wurden die Zifferblätter der Kirchenuhr hell beleuchtet. Dumm nur, dass die nötige Bewilligung fehlte. Der Kanton zieht jetzt den Stecker.

Bruno Eisenhut
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Vielen leuchtete die Gaiser Turmuhrbeleuchtung zu grell. Inzwischen wird diese nicht mehr eingeschaltet. (Bild: RF)

Vielen leuchtete die Gaiser Turmuhrbeleuchtung zu grell. Inzwischen wird diese nicht mehr eingeschaltet. (Bild: RF)

Bruno Eisenhut

bruno.eisenhut@appenzellerzeitung.ch

Im Zusammenhang mit der Turmrenovation im Herbst 2016 wurde bei der Gaiser Kirchturmuhr eine neue Zifferblattbeleuchtung installiert. Deren Helligkeit war aber nur von kurzer Dauer. Im Frühling diesen Jahres musste sie abgestellt werden. Schuld daran war die fehlende Bewilligung für diese Installation.

Wie der Gemeinderat Gais nun in einer Medienmitteilung schreibt, hat der Kanton Appenzell Ausserrhoden fünf Einsprachen gutgeheissen und somit die nachträgliche Bewilligung für die Zifferblattbeleuchtung verweigert.

Der Gemeinderat nehme von dem Entscheid Kenntnis und werde die nötigen Massnahmen einleiten, erklärt mit Jaap van Dam der zuständige Gemeinderat. Will heissen: Sämtliche Installationen, die ohne Beizug eines Gerüstes oder Hebebühne-Fahrzeuges entfernt werden können, werden dieser Tage vollständig zurückgebaut. Die Lampen rund um das Zifferblatt bleiben aber installiert, werden aber – wie dies seit diesem Frühling der Fall ist –nicht mehr eingeschaltet.

Die Bedenken des Denkmalpflegers

Dieser Entscheid dürfte ganz dem Gusto des kantonalen Denkmalpflegers Fredi Altherr entsprechen. Gegenüber der Appenzeller Zeitung sagte er kurz nach der Installation, dass es sich bei der Kirche Gais um ein kantonales Kulturobjekt handle. Leider hätten die Bauherrschaft und der Architekt vergessen, ihn wie auch die Abteilung für Raumentwicklung für die Probebeleuchtung einzuladen. Seiner Meinung nach war die kurzzeitige Installation «nichts Gefreutes».

Projekt endgültig abgeschlossen

Laut Gemeinderat Jaap van Dam wird mit dem Rückbau der letzte Akt in dieser Geschichte vollzogen. Zwar sei eine Mehrheit des Gemeinderates der Meinung gewesen, dass dies eine spannende Sache gewesen wäre, technisch sei die Beleuchtung aber unvollständig umgesetzt worden. Nun werde die Beleuchtung ad acta gelegt, so Jaap van Dam.