BEWEGUNG: Rollstuhlfahrer am Lauf nach Wil

Am 21. Mai laufen einige tausend Personen von Kirchberg nach Wil. Am Rennen teilnehmen werden auch Rollstuhlfahrer. Zudem sind Menschen an Krücken und Rollatoren dabei.

Joel Räbsamen
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Bruno Huber, René Kägi, Sandra Graf und Richi Fust in der IGP-Arena, welche das Ziel beim Lauf nach Wil sein wird. (Bild: Joel Räbsamen)

Bruno Huber, René Kägi, Sandra Graf und Richi Fust in der IGP-Arena, welche das Ziel beim Lauf nach Wil sein wird. (Bild: Joel Räbsamen)

Joel Räbsamen

joel.raebsamen@wilerzeitung.ch

Eine Aktion für alle, für wirklich alle, ist der Lauf nach Wil. Der Gemeinschaftslauf der Gemeinde Kirchberg und der Stadt Wil findet unter dem Grossprojekt «Kirchberg bewegt» am 21. Mai statt. Beim Lauf geht es darum, welche Gemeinde mehr Leute zum Lauf animieren kann. Der zugrunde liegende Gedanke ist aber viel sozialer und um einiges weniger kompetitiv. Ein gesundes Erlebnis in der Gemeinschaft soll geboten werden. Zu diesem Zweck kann sich jeder anmelden, von Jung bis Alt, ob sportlich oder nicht, ob zu Fuss oder im Rollstuhl, und auch Kleinkinder auf den Schultern der Eltern. Schon über 2000 Personen haben sich angemeldet.

Auch Rollstuhlfahrer sind herzlich eingeladen

Ganz speziell wird dieses Jahr auf Rollstuhlfahrer geachtet. Bei der Anmeldung auf der Website von «Kirchberg bewegt» kann angegeben werden, in welcher Rubrik gestartet werden möchte. Eine davon ist «Rollstuhl». Die meisten Rollstuhlfahrer werden zusammen mit anderen, welche nicht die gesamte Strecke absolvieren können, ab dem Schulhaus Ägelsee starten. Personen, welche eine kürzere Strecke absolvieren möchten, melden sich bei Richi und Maria Fust (siehe Hinweis). «Der Startpunkt kann eigentlich auf jeden massgeschneidert werden», sagt Richi Fust. «Wichtig ist, dass alle zusammen im Sportpark Bergholz, welcher das Ziel markiert, ankommen.» Laut Fust ist der Transport zum Schulhaus Ägelsee organisiert, und auch für allfällige Begleitpersonen ist gesorgt. Allerdings wäre es schön, wenn Startende eine Begleitperson wie Verwandte oder Bekannte mitbringen könnten.

Einige Rollstuhlfahrer werden jedoch die gesamte Strecke von Kirchberg nach Wil absolvieren. Zu jenen gehören unter anderem die Paralympics-Goldmedaillengewinnerin Sandra Graf, der Bazenheider Spitzensportler Bruno Huber und René Kägi, welcher die gesamte Strecke bereits abgefahren ist. Für René Kägi ist dieser Lauf «einfach eine Supersache». Miteinander in der «schönen Natur» Sport zu treiben, sei toll. Auch Sandra Graf und Bruno Huber freuen sich auf den Lauf nach Wil. Dass jeder mitmachen kann, kommt sehr gut an. Die Rollstuhlfahrer, welche sich die gesamte Strecke zutrauen, werden in der ersten und schnellsten Kategorie von Startenden sein. Denn sie sind topfit und werden den Lauf voraussichtlich unter den Schnellsten beenden.

Weitere Informationen und Auskünfte: www.laufnachwil.ch.