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BEVÖLKERUNGSZAHLEN: Schon wieder mehr Toggenburger

Zum siebten Mal in Folge ist die Wohnbevölkerung im Thur- und Neckertal per Ende 2016 gewachsen. Der Anstieg ist unter anderem auf die Entwicklung in Lütisburg zurückzuführen. Die Brückengemeinde überflügelt alle Gemeinden des Kantons.
Ruben Schönenberger
Keine Gemeinde im Kanton St. Gallen ist verhältnismässig stärker gewachsen als Lütisburg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Keine Gemeinde im Kanton St. Gallen ist verhältnismässig stärker gewachsen als Lütisburg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Das Wehklagen über die Bevölkerungsentwicklung dürfte vielen Toggenburgerinnen und Toggenburgern noch in den Ohren liegen. Ende des letzten und zu Beginn des aktuellen Jahrtausends kannte die Entwicklung nur eine Richtung: abwärts. Über ein Jahrzehnt verliessen mehr Leute das Tal, als dass von anderswo zuzogen. 2010 zeigte die Statistik zum ersten Mal wieder ein Plus. Die Hoffnung, dass sich darin die Trendwende abzeichnete, hat sich bestätigt. Auch per Ende 2016 ist die Bevölkerungszahl im Thur- und Neckertal gestiegen. 302 zusätzliche Einwohnerinnen und Einwohner kann das Toggenburg in der aktuellsten Statistik des Kantons St. Gallen verbuchen. Insgesamt wohnten zum Jahresende 46214 Personen hier. So viele wie seit 1997 nicht mehr. Zum ersten Mal im neuen Jahrtausend durchbricht das Thur- und Neckertal damit die Marke von 46000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Betrachtet wird dabei nur die ständige Wohnbevölkerung, also jene Leute, die sich dauerhaft niederlassen.

Die Hälfte der Gemeinden mit einem Plus

An diesem Aufschwung sind nicht alle zwölf Toggenburger Gemeinden beteiligt. Während sechs einen Anstieg verzeichnen, müssen sich fünf mit einem Rückgang abfinden. Eine Gemeinde, Nesslau, weist genau gleich viele Einwohner wie vor Jahresfrist auf. Am härtesten trifft es Hemberg. Der satte Anstieg von über zwei Prozent per Ende 2015 wurde durch einen Rückgang von 1,4 Prozent zu einem grossen Teil wieder zunichtegemacht. In Hemberg sind damit noch 914 Personen wohnhaft. Damit bleibt sie die kleinste Gemeinde des Wahlkreises.

Am anderen Ende der Skala liegt Lütisburg. Die zusätzlichen 90 Einwohnerinnen und Einwohner bedeuten einen Anstieg von 6,2 Prozent. Das ist auch kantonal der Spitzenwert: Keine andere Gemeinde im Kanton wuchs prozentual so stark. Gemeindepräsidentin Imelda Stadler macht zwei Gründe für das Wachstum verantwortlich: «Wir konnten mehr guten Wohnraum in Mehrfamilienhäusern und auch Einfamilienhausquartieren anbieten. Und unsere Lage ist bezüglich der Verkehrsanbindungen Richtung Wil und weiter nach Zürich oder St. Gallen und Richtung Toggenburg attraktiv.» Mit den neu total 1451 Einwohnerinnen und Einwohnern ist die Gemeinde jedoch weit weg von der bevölkerungsstärksten Gemeinde. Das bleibt weiterhin Kirchberg. Die Alttoggenburger Gemeinde kann mit neu 8977 Einwohnerinnen und Einwohnern (+ 103) auch den Abstand auf Wattwil (8630/+ 49) vergrössern.

Über eine halbe Million im Kanton

Im ganzen Kanton St. Gallen wohnen per Ende 2016 erstmals über eine halbe Million Menschen. Zum Anstieg von 1,1 Prozent haben alle Wahlkreise beigetragen, nicht aber im gleichen Ausmass. Die Wahlkreise Wil (+ 0,65 Prozent), Rorschach (+ 0,3 Prozent) und St. Gallen (+ 0,21 Prozent) wachsen weniger stark als das Toggenburg (+ 0,66 Prozent). Kantonaler Spitzenreiter ist wie schon im letzten Jahr das Rheintal mit einem Anstieg von 1,3 Prozent.

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