Betrieb im Gemeindehaus aufgenommen

Das neue Gemeindehaus in Nesslau ist bezogen, die letzten Schachteln sind ausgepackt. Noch fehlen einzelne Beschriftungen oder der eine oder andere Haken, um ein Bild oder eine Jacke aufzuhängen. Einzig im Archivraum herrscht noch gähnende Leere.

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Beim Diezisbach hat der Bau der Buhnen Priorität.

Beim Diezisbach hat der Bau der Buhnen Priorität.

Das neue Gemeindehaus in Nesslau ist bezogen, die letzten Schachteln sind ausgepackt. Noch fehlen einzelne Beschriftungen oder der eine oder andere Haken, um ein Bild oder eine Jacke aufzuhängen. Einzig im Archivraum herrscht noch gähnende Leere. Sobald die bestellten Rollanlagen geliefert sind, können auch die vier Archive gezügelt werden. Vorgesehen ist, dass Archivunterlagen von Vereinen, die bei der Gemeinde hinterlegt sind, künftig im Mehrzweckgebäude Erlen untergebracht werden. Bei der Sichtung der alten Archivbestände ist eine umfangreiche Sammlung von über 1000 Urkunden zum Vorschein gekommen, die teilweise bis ins 15. Jahrhundert zurückgehen und die beiden Gerichte «zue dem Wasser» und «Thurtal» betreffen. Laut Experten handelt es sich um eine historisch sehr wertvolle Sammlung. Geplant ist nun, die Urkunden mit kantonaler Unterstützung rekonstruieren zu lassen.

Baulich sind die Umgebungsarbeiten abgeschlossen. Für eine Begrünung werden Hecken, Apfelbäume sowie ein Linde sorgen. Zudem wird in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Naturschutzverein eine Magerwiese angesät.

Am Wochenende vom 21./22. November 2015 öffnet die Verwaltung Tür und Tor für alle Interessierten.

Josef Helbling verlässt Verwaltung

Die gesellschaftlichen Veränderungen machen auch vor dem Grundbuchamt nicht halt. Die Herausforderungen haben zugenommen. Die Geschäfte sind komplexer, die Arbeitslast grösser, weshalb vor rund einem Jahr eine Zusammenlegung der Grundbuchämter von Wildhaus-Alt St. Johann und Nesslau geprüft wurde. Aus politischen Überlegungen kam eine solche aber nicht zustande. Die Zeit ist (noch) nicht reif.

Nach langjähriger Tätigkeit hat nun Grundbuchverwalter Josef Helbling seine Stelle bei der Gemeindeverwaltung Nesslau per Ende November gekündigt. Insgesamt kann er auf über 25 Jahre Amtstätigkeit zurückblicken. Begonnen hat Josef Helbling am 1. August 1990 bei der ehemaligen Gemeinde Krummenau als Grundbuchverwalter, Ratsschreiber und Betreibungsbeamter. Dadurch dass das Grundbuchwesen in den letzten Jahren von verschiedenen Zusammenschlüssen geprägt war, widmete er sich ab 2003 vollumfänglich dem Grundbuchamt. Gemeinderat und Verwaltung lassen Josef Helbling nur ungern ziehen, ist er doch ein wahrer Experte seines Metiers. Für seine versierte Arbeit wird ihm gedankt und für die Zukunft alles Gute gewünscht. Trotz grosser Bemühungen konnte für das Grundbuchamt bisher noch keine Nachfolgelösung gefunden werden. Patentierte Grundbuchverwalter – ein Fähigkeitsausweis ist eine Voraussetzung für die Stelle – sind dünn gesät. Vorläufig ist die Stelle des Grundbuchverwalters vakant.

20 Jahre Doris Gmür

Doris Gmür ist seit 20 Jahren bei der Gemeinde tätig. Im August 1995 zog es sie wieder zurück zu ihrer ehemaligen Lehrgemeinde Krummenau. Wie es zu einer kleinen Gemeinde gehörte, war ihr Aufgabenbereich vor 20 Jahren entsprechend vielseitig. So führte sie in den ersten Jahren das Einwohner- und Zivilstandsamt, betreute die regionale Zivilschutzstelle, die Gemeinderatskanzlei und wurde in die Aufgaben des Sozial- und Vormundschaftsamtes eingeführt. Danebst fand sie noch Zeit, um ihren Chef Reini Kobelt bei seinen regionalen Projekten zu unterstützen. Mit der Vereinigung der Gemeinden Nesslau und Krummenau wurde sie zur Ratsschreiberin gewählt und übernahm die Leitung des Sozial- und Vormundschaftsamtes. Seither ist sie zudem für die Ausbildung der Lernenden verantwortlich. Kontinuierlich hat sie sich weitergebildet. Der Wandel der Zeit hat in diesen 20 Jahren auch vor Doris Gmür nicht haltgemacht, vom kleinen Verwaltungsteam bei der Gemeinde Krummenau zur heute bereits erneut fusionierten Gemeinde Nesslau. Die Vormundschaftsbehörde wurde aufgelöst und in die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde überführt. Doris Gmür ist eine umsichtige, pflichtbewusste und sehr kompetente Ratsschreiberin. Durch ihre grosse Erfahrung, aber auch durch ihre umgängliche und umsichtige Art ist sie eine wichtige Stütze im Team. Sie führt ihre Ämter vorbildlich, zuverlässig und engagiert aus und hat die Ausbildung der Lernenden im Griff. Zum 20-Jahr-Dienstjubiläum von Doris Gmür gratulieren der Gemeinderat und die Verwaltung herzlich.

15 Jahre Werner Scherrer

Werner Scherrer arbeitet seit 15 Jahren beim Bauamt der Gemeinde, wovon er durchschnittlich rund eineinhalb Tag pro Woche für die Dorfkorporation Nesslau unterwegs ist. Als umsichtiger Brunnenmeister begleitete er den Ersatz der Reservoire Bürzlen und Rossfallen sowie die Erweiterung der Wasserversorgung Bühl-Rietbach. Der geschätzte Mitarbeiter ist stets mit vollem Einsatz dabei und stellt immer wieder sein handwerkliches Geschick unter Beweis. Ob Strassenunterhalts- oder Schneeräumungsarbeiten, Wanderwege instand stellen oder Spielplätze pflegen; Werner Scherrer ist eine nicht mehr wegzudenkende Stütze. Gemeinderat und Verwaltung gratulieren dem loyalen und erfahrenen Angestellten zu seinem Dienstjubiläum und danken ihm für seine zuverlässige Arbeit und die Treue.

Urlaub für Melanie Bösch

Der Leiterin des Einwohner- und Bestattungsamtes, Melanie Bösch, wurde ihr grosser Wunsch, für einmal während einer Winterssaison den Puls des Wintersportorts Arosa spüren zu dürfen, erfüllt. Sie wird über den Winter unbezahlten Urlaub beziehen und während dieser Zeit durch die mit der Verwaltung bestens vertraute, ehemalige Mitarbeiterin Marianne Scherrer vertreten.

Lars Frei ist neuer Lernender

Die sinkenden Schülerzahlen machen sich auf die Anzahl der Bewerbungen bemerkbar. Obwohl bei der Gemeindeverwaltung eine vielseitige und abwechslungsreiche kaufmännische Ausbildung genossen werden kann, haben die Bewerbungen in den letzten Jahren abgenommen. Auf Sommer 2016 hat der Gemeinderat den Nesslauer Lars Frei zum neuen Lernenden gewählt. Bereits heute wünscht er ihm eine erfolgreiche Lehrzeit und heisst ihn auf der Verwaltung herzlich willkommen.

Anschlagkasten aufgehoben

Mit der Schliessung des Gemeindehauses Neu St. Johann wurde auch der öffentliche Anschlag eingestellt. Dabei will man den Neu St. Johannern nicht etwa Informationen vorenthalten. Diese können dem Anschlagkasten beim neuen Gemeindehaus entnommen werden. Aus betrieblichen Überlegungen, aber auch deshalb, weil das Haus nicht mehr im Eigentum der Gemeinde ist, wurde der Anschlag aufgehoben. Mit der Einführung eines eigenen Mitteilungsblattes im nächsten Frühjahr ist vorgesehen, den Anschlagkasten in Stein ebenfalls aufzuheben. Neuerdings können die Todesanzeigen der Homepage eingesehen werden.

Betreuung der Hardware

Der Wartungsvertrag der Hardware bei der Ruf Informatik AG wurde gekündigt und die EDV-Betreuung dem regionalen Anbieter, der fowi GmbH, Bütschwil, übertragen. Auf den Abschluss eines Wartungsvertrages wurde verzichtet.

Neue Verkehrsführung

Im Zusammenhang mit dem Neubau der Raiffeisenbank muss die Verkehrsführung bei der Bahnhofstrasse in Nesslau neu geregelt werden. Die Steiger + Partner AG, Ebnat-Kappel, wurde mit der entsprechenden Planung beauftragt.

Stocknerbach wird renaturiert

Der Kanton hat der Renaturierung des Stocknerbachs zugestimmt. Verschiedene wasserbauliche, fischerei- und bodenschutzrechtliche Auflagen sind bei der Ausführung der Arbeiten, die in diesen Wochen von der Keller AG, Nesslau, aufgenommen wurden, zu berücksichtigen.

Diezis- und Bödmelibach

Bereits vor den Sommerferien genehmigte der Kanton die Sanierung des Diezis- und Bödmelibachs. Laut Ingenieur gehen die Arbeiten, die durch die Arbeitsgemeinschaft Diezisbach (Schällibaum/Rutz & Co.) ausgeführt werden, zügig voran. Im Moment hat vor allem der Bau der Buhnen oberste Priorität.

Ufersicherung beim Thurweg

Auf dem Teilstück nach der Bühlerbrücke Richtung Krummenau ist das Thurufer teilweise instabil und Ufersicherungen wurden unterspült. Teile des Thurwegs sind abgerutscht. Die Forstbetrieb Obertoggenburg AG wurde mit den entsprechenden Sanierungsarbeiten beauftragt. An diesen beteiligt sich der Kanton – da es sich beim Thurweg um einen Wanderweg von kantonaler Bedeutung handelt – mit einem finanziellen Beitrag von 65 Prozent.

Autounterstand und Grobcheck

Damit das Fahrzeug des Klärwärters nicht mehr Wind und Wetter ausgesetzt ist, hat der Gemeinderat beschlossen, bei der Abwasseranlage Rechenweid einen Autounterstand zu errichten. Die Gemeinde möchte den Stromverbrauch der ARA reduzieren. Ein Fachunternehmen wurde damit beauftragt, einen energetischen Grobcheck und eine Feinanalyse durchzuführen.

Sprechstunden Amtsnotariat

Auf Anmeldung führt das Amtsnotariat Wil-Toggenburg jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat jeweils von 14 bis 16 Uhr im Haus Nüssli Sprechstunden durch. Die nächsten Sprechstunden finden am 19. November sowie am 10. Dezember statt.

Beiträge gesprochen

Der Gemeinderat hat für Unterhaltsarbeiten an der Brazzenmoos- und an der Hof-Schloh-Strasse sowie für die Wiesenmeisterschaft Obertoggenburg Beiträge gesprochen. (gem)

Umsichtiger Brunnenmeister Werner Scherrer. (Bilder: pd)

Umsichtiger Brunnenmeister Werner Scherrer. (Bilder: pd)