Beteiligung an Hochwasserschäden

Appenzell Ausserrhoden ist in den letzten Jahren von mehreren Unwettern heimgesucht worden. Aus finanziellen Gründen konnten mehrere Projekte nicht realisiert werden. Nun übernimmt der Bund 2,65 Millionen Franken der Sanierungskosten.

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Ein Unwetter zerstörte Anfang Juni 2013 Gerinne am Hasenbach in Stein. (Bild: pd)

Ein Unwetter zerstörte Anfang Juni 2013 Gerinne am Hasenbach in Stein. (Bild: pd)

AUSSERRHODEN. Der Bund beteiligt sich gemäss einer Medienmitteilung des Baudepartements mit 2,65 Millionen Franken an den Hochwasserschäden an Bächen und Flüssen, die sich in den Jahren 2011, 2013 und 2014 in Appenzell Ausserrhoden ereigneten. Die Gelder sind ein Betrag an die zusätzlichen Wasserbauprojekte, welche zur Sanierung der Schadenstellen kurzfristig geplant und realisiert werden mussten.

Unwetter im Kanton

Appenzell Ausserrhoden wurde innert vier Jahren dreimal von starken Regenereignissen getroffen. Bei allen drei Unwettern traten Bäche über die Ufer, rutschten Böschungen ab, Brücken und Verbauungen wurden zerstört und Bachsohlen erodierten. Nebst den Aufräumarbeiten und Sofortmassnahmen mussten Dutzende von Wasserbauprojekten für die Sanierung der Gerinne und Infrastrukturen gestartet werden.

Für Gewässer zuständig ist das kantonale Tiefbauamt. Weil die personellen und finanziellen Ressourcen beschränkt waren, mussten andere Projekte zurückgestellt werden. Gleichzeitig hat das Tiefbauamt beim Bund sondiert, ob anstelle der in der Programmperiode 2012 bis 2015 vorgesehenen Wasserbauobjekte die Unwettersanierungen abgewickelt werden können und ob sich der Bund finanziell beteiligt. Nach der baulichen Realisierung der Objekte und Vorliegen aller notwendigen Zahlen hat der Kanton jetzt mit dem Bund eine Ergänzung zur Programmvereinbarung 2012 bis 2015 abgeschlossen.

Teilfinanzierung durch Bund

Der Bund beteiligt sich mit 2,65 Millionen Franken oder rund einem Drittel an den zusätzlich aufgelaufenen Kosten. Damit ist die Bundesbeteiligung gleich wie bei ordentlich realisierten Wasserbauprojekten im Kanton. (kk)