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Die älteste Hündin im Appenzellerland: Besuch bei einer alten Dame

Terrierhündin Zilli ist ein besonderes Tier. Sie kann auf 20 glückliche Lebensjahre zurückschauen - so alt ist kein anderer Hund in Appenzellerland.
Karin Erni
Trotz ihres hohen Alters geht Zilli noch immer gern an die frische Luft. (Bild: Karin Erni)

Trotz ihres hohen Alters geht Zilli noch immer gern an die frische Luft. (Bild: Karin Erni)

Ins Guinness-Buch der Rekorde hat es Zilli mit ihren 20 Lebensjahren zwar noch nicht geschafft, doch immerhin wird sie in der Statistik als ältester Hund im Appenzellerland aufgeführt.

Vor 19 Jahren hat das Ehepaar Bürge aus Teufen die Jack-Russel-Terrier Hündin aus dem Tierheim im thurgauischen Pfyn geholt. Damals war sie ein Jahr alt. Warum sie von den Vorbesitzern weggegeben wurde, wissen die Bürges nicht. Doch das Tier hat beim kinderlosen Ehepaar einen guten Platz bekommen. «Wir hatten damals bereits einen Appenzeller Bläss namens Lars und wollten, dass er eine Freundin namens Greta bekommt, wie in der Geschichte von Lars dem Eisbär», sagt Madeleine Bürge. «Doch Zilli hörte bereits gut auf ihren Namen und wir konnten das nicht mehr ändern.»

Die kleine Zilli war eine grosse Kämpferin

Die vierbeinige Teufnerin hat ein schon fast biblisches Alter erreicht. Rechnete man mit der üblichen Regel, dass ein Hundejahr sieben Menschenjahren entspricht, wäre sie 140 Jahre alt. Bei Hunden hängt die Lebenserwartung jedoch von der Grösse ab. Kleine Hunde werden in der Regel älter als grosse. Und eine Riesin ist Zilli wahrlich nicht. Die Rasse Jack-Russell-Terrier hat kurze Beine, weil sie in Australien für die Fuchsjagd eingesetzt wurde. Das merke man immer noch, sagt die Besitzerin. «Sie war immer ein Muskelpaket und eine grosse Kämpferin.»

Am früheren Wohnort habe sie das Grundstück immer ohne Rücksicht auf Verluste gegen den Nachbarhund verteidigt, obwohl ihr die Huskyhündin körperlich weit überlegen war. Einmal sei sie auf einer Bergwanderung gestrauchelt und einen steilen Abhang runtergekullert, erzählt Andreas Bürge. «Ich musste sie unten holen gehen. Sie war zwar etwas verwirrt, aber nach kurzer Erholungszeit ist sie wieder weitergelaufen, als sei nichts gewesen.»

Immer noch Freude am Kontakt mit Hunden

Zilli sei immer gesund gewesen, erzählen die Besitzer, bis sie vor vier Jahren an einer Gleichgewichtsstörung erkrankte. Diese ist aber wieder gut ausgeheilt. Nur der Kopf steht noch ein bisschen schief. Mit dem Alter ist ihr Gehör schlecht geworden und sehen tut sie auch nicht mehr allzu viel. Doch der Geruchssinn funktioniert noch einwandfrei. «Wenn sie auf dem Spaziergang bekannte Hunde trifft, freut sie sich immer noch sehr», sagt die Besitzerin.

Während sie bis vor zwei Jahren täglich drei Stunden mit dem Hund gelaufen sei, sind heute nur noch kürzere Runden möglich. Gerne geht Zilli in Weissbad der Sitter entlang oder auf Drei Weiern oberhalb von St.Gallen. Wenn es einmal weiter weg gehen soll oder in der Stadt Einkäufe erledigt werden müssen, darf Zilli in ihren Pet-Buggy, einen Kinderwagen für Hunde, sitzen. «Das ist eine praktische Sache und sie freut sich, wenn sie bei uns sein kann.» Sie hätten immer ihre Freizeit mit den Hunden verbracht und die Ferien entsprechend geplant, sagen die beiden Tierfreunde.

Sie hätten immer dafür gesorgt, dass die Hündin nicht auf kalten Steinböden liegen müsse. «Das ist nicht gut für die inneren Organe. Darum hatten wir immer eine Deckeli dabei, worauf sie liegen konnte, wenn wir im Restaurant einkehrten.» Für Zillis guten Gesundheitszustand könnte auch die Ernährung verantwortlich sein. Sie habe ihr Leben lang nie Dosenfutter bekommen, sagen die Besitzer. «Sie hat immer gerne Rüebli und Äpfel geknabbert. Dazu gab es Frischfleisch und etwas Reste vom Tisch, wie etwa Reis, Nudeln oder Polenta.» Seit einiger Zeit erhält Zilli nun Gemüsebrei für Babys, gemischt mit etwas Fleisch.

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