Besuch auf Bühlers höchstem Punkt

Die Appenzeller Zeitung besucht während dreier Wochen schöne Plätze im Appenzellerland. Heute führt eine Wanderung auf die Hohe Buche zwischen Bühler und Trogen. Appenzellerland Tourismus bezeichnet sie als einen der schönsten Plätze im Mittelland.

Ruth Frischknecht
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Das Appenzellerland leuchtet in den unterschiedlichsten Grüntönen. Die grauen Berge hinter den Hügeln lassen sich an diesem Tag nur erahnen. (Bilder: ruf)

Das Appenzellerland leuchtet in den unterschiedlichsten Grüntönen. Die grauen Berge hinter den Hügeln lassen sich an diesem Tag nur erahnen. (Bilder: ruf)

TROGEN/BÜHLER. Der höchste Punkt in der Gemeinde Bühler, die Hohe Buche, ist zu Fuss aus Speicher, Trogen, Bühler und Teufen gut und in kurzer Zeit erreichbar. Neben Gäbris und Waldegg ist sie ein dritter beliebter Ausflugs- und Erholungsort für die Mittelländer – und wahrscheinlich doch noch etwas weniger bekannt als die beiden zuvor genannten. Appenzellerland Tourismus Ausserrhoden bezeichnet den Aussichtspunkt mit Restaurant als einen der schönsten Plätze im Mittelland.

Sehenswürdigkeiten am Weg

Die gewählte Route auf die Hohe Buche beginnt in Trogen auf dem Landsgemeindeplatz. Bereits dort bietet sich Gelegenheit zum Verweilen. Im Waschhäuschen am Landsgemeindeplatz und im Laurenz-Zellweger-Zimmer im Gemeindehaus lässt sich der Geschichte der Textilhändler-Familie nachspüren.

Die Route zur Hohen Buche führt durch den alten Dorfkern hinauf zu moderneren Häusern, vorbei an gepflegten Gärten in der beschaulichen Wohngegend. Nach etwa zehn Minuten Aufstieg findet man sich beim Kinderdorf Pestalozzi wieder. Im Besucherzentrum können Interessierte sich über die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft des weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Orts informieren.

Auf dem Aussichtspunkt

Der Weg führt weiter bergauf in Richtung Wissegg, dem Pass zwischen Trogen und Bühler. Über geschotterte und geteerte Strässchen, über Wald und Wiesen verläuft der Wanderweg. Nach etwa einer Stunde oben angelangt, bietet sich eine traumhafte Rundumsicht. Wolken verhüllen an diesem Tag den Alpstein. Nur der Hohe Kasten zeigt sich hin und wieder. Dafür ist die Sicht in Richtung Bodensee frei – und auch die zahlreichen Hügelzüge des Appenzellerlandes leuchten in allen erdenklichen Grüntönen. Vor dem Restaurant Hohe Buche spendet der namengebende Baum den Einkehrenden Schatten. Nicht nur Wanderer, sondern auch Mountainbiker und Töfffahrer finden den Weg auf den Bühlerer Hügel, der postalisch zu Trogen gehört. Die Wanderung ist auch für Kinder gut zu bewältigen – und oben angekommen, können sie sich auf dem Spielplatz mit einem Trampolin bestens beschäftigen. Wer denkt, der Sommer sei die Hauptsaison auf der Hohen Buche, irrt. Im Winter sei meist mehr los, sagt Wirtin Lisbeth Dähler. Zusammen mit ihrem Mann Emil wirtet sie seit 35 Jahren auf der Hohen Buche.

Feudale Feuerstelle

Wer sich statt im Restaurant lieber selbständig verpflegt, dem sei eine Grillstelle etwa 15 Gehminuten unterhalb der Hohen Buche in Richtung Bühler empfohlen. Rechter Hand am Waldrand befindet sich eine gut ausgestattete Feuerstelle. Für Sitzgelegenheiten und Brennholz ist ebenso gesorgt wie für Wasser, um das Feuer am Ende wieder zu löschen.

Eine Tafel erklärt, wie die Berggipfel des Panoramas heissen und wie hoch sie sind.

Eine Tafel erklärt, wie die Berggipfel des Panoramas heissen und wie hoch sie sind.

Viel Platz, um draussen zu sitzen.

Viel Platz, um draussen zu sitzen.

Ausblick in Richtung Bodensee.

Ausblick in Richtung Bodensee.

Bild: RUTH FRISCHKNECHT

Bild: RUTH FRISCHKNECHT