Beste Leistung in Vereinsgeschichte

Die Sportschützen Mosnang steigen mit dem olympischen Kleinkalibergewehr in die Nationalliga A auf – und dies mit ausgezeichneten Resultaten. Dicken Ebnat-Kappel muss dagegen nächste Saison in der zweithöchsten Liga schiessen.

Urs Huwyler
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Den Aufstieg in die höchste Liga geschafft: Die Mosliger Sportschützen jubeln am Sonntag nach dem Aufstieg in die Nationalliga A. (Bilder: Urs Huwyler)

Den Aufstieg in die höchste Liga geschafft: Die Mosliger Sportschützen jubeln am Sonntag nach dem Aufstieg in die Nationalliga A. (Bilder: Urs Huwyler)

Schiessen. Dass die von Präsident René Bamert gecoachten Remo Meier, Philipp Metzger, Hanspeter Widmer, Martin Gyger, Roland Gyger, Martin Vinzenz, Josef Baumann und Michael Klein als NLB-Ostgruppen-Sieger in Schwadernau bei Biel die Auf-/Abstiegsrunde gewinnen könnten, darauf durfte im Club gehofft werden. Was jedoch erstaunte, waren die Resultate in den einzelnen Durchgängen (3x20 Schüsse liegend jedes Schützen). Selbst die mitgereisten Schlachtenbummler glaubten teilweise kaum, was sie im 50m-Stand nahe der Aare vom nicht als Favorit gehandelten Oktett zu sehen bekamen.

1556 zu Beginn des Finals gingen in Ordnung. Die Konkurrenz auf Zweisimmen (Sieger NLB Weste), Wolfwil (Rang 7 NLA) und Dicken Ebnat-Kappel (Rang 8 NLA) lag in etwa gleich auf. Doch in der zweiten Runde verbesserten die acht Gewehr-Spezialisten den Vereinsrekord auf 1572. Einzig Schweizer Meister Alterswil kam als erfolgreicher Titelverteidiger mit acht aktuellen/ehemaligen Internationalen auf ein höheres Total (1582/1574). Die andern drei NLA-Vereine, die um die Medaillen kämpften, kamen nicht an Mosnang heran.

Maximum für Gyger

Damit übernahmen die hauchdünn für die Auf-/Abstiegsrunde qualifizierten Toggenburger souverän die Führung. Tabellenführer Altdorf verpasste den NLB-Ost-Gruppensieg in der Qualifikation durch eine Niederlage in der letzten Partie gegen den Zweitletzten Dielsdorf. Ein weiteres Durchschnittsergebnis hätte für Mosnang bereits zum Aufstieg gereicht, nachdem Rang zwei für den Lift nach oben genügte. «Den Höhepunkt des heutigen Tages haben wir jetzt hinter uns.

Eigentlich sollte jetzt Schluss sein und wir könnten mit diesem Hochgefühl feiern», war vor der dritten Runde zu hören. Auch die Aktiven glaubten nicht an eine nochmalige Steigerung.

Es wurden für viele Beobachter unglaubliche 1573. Der ehemalige Junioren-EM-Vierte Martin Gyger sorgte mit dem Punktemaximum 200 für einen zusätzlichen Exploit. «Es ist wohl die beste Mannschaftsleistung, die in unserem Verein bisher erbracht wurde. Und dies im Aufstiegsfinal. Plötzlich lief es quer durch das Team und unsere Stärke, das Kollektiv, zahlte sich aus.

Positiv war, dass wir mit der stärksten Besetzung antreten konnten», schwärmte René Bamert. 194 waren intern plötzlich das «schlechteste» Resultat. Ein solches Niveau vermögen auch langjährige A-Clubs nicht jeden Tag abzurufen.

A-Clubs steigen ab

Mosnang steigt nun mit Zweisimmen-St. Stephan in die NLA auf, die beiden A-Clubs Wolfwil und Dicken Ebnat-Kappel jedoch ab.

Was nicht überraschte, nachdem die B-Ligisten in der regulären Meisterschaft gleich hoch schossen wie in der Königsliga. Die Ebnater handelten sich in der ersten Serie 21 Punkte Rückstand auf Mosnang und deren 22 auf Zweisimmen ein. «Wir haben noch Steigerungspotenzial», stellte Hanspeter Künzli fest. Doch der Abstand war zu gross, nachdem die Teams auf den Positionen eins und zwei keinen Einbruch erlitten.

Das Toggenburg bleibt damit in der obersten Liga vertreten. 2008 stieg Mosnang auf, 2009 wieder ab, doch Dicken Ebnat-Kappel auf. Nun wechselt die Vorherrschaft im Tal erneut.