Besser ledig als Zwangsheirat

Zur Fusion der Gemeinden Bütschwil-Ganterschwil, Lütisburg und Oberhelfenschwil

Thomas Felber Flawilerstrasse 21, 9604 Lütisburg
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Zur Fusion der Gemeinden Bütschwil-Ganterschwil, Lütisburg und Oberhelfenschwil

Wenn eine neue Ära für mehrere Gemeinden beginnen respektive geprüft werden soll, dann sollte etwas Geduld schon vorausgesetzt werden dürfen. Da wir ja immer noch in der Schweiz sind, darf auch eine Braut (nicht einmal mittellos) ihre Meinung zu einer möglichen Heirat kundtun. Es ist beileibe nicht Unentschlossenheit, welche zu einer ablehnenden Haltung dieser Grundsatzabstimmung führt. Auch ist man nicht gegen eine Fusion, ganz im Gegenteil. Warum diese Zwängerei für eine Abklärung einer Vereinigung, welche eigentlich keinen Sinn ergibt, da bereits jetzt viel zu viele Hindernisse dagegen sprechen?

Vorteile soll es bringen. Man kann sich jetzt schon fragen, wo diese dann sein sollen? Warum hat man einfach nicht den Mut und lässt diese voreilige Planung fallen. Stattdessen könnte in der neuen Legislatur, zum Teil mit neuen Köpfen in verschiedenen Ämtern, auf eine Prüfung hingearbeitet werden, die das untere Toggenburg umfasst. (Die Kirche und eine Bank machen es vor.) Setzt man hier eine Kerngruppe ein, welche alle Vor- und Nachteile zusammenträgt und Lösungsvorschläge ausarbeitet, die Räte und die Bevölkerung laufend über den Stand informiert und mit einbezieht – dann können sich alle Stimmenden auch eine Meinung bilden und entscheiden. Solange jedoch eine beratende Kerngruppe sich selber in Szene setzt und einzelne Voten schon vorwegnehmen, dass sich bei einer Fusion nichts ändern wird, kann man mit Überzeugung Nein zu dieser Abstimmung sagen.

Eine Fusionsabstimmung sollte dann so gut vorbereitet werden, dass alle Stimmbürger auch mit Überzeugung zustimmen können. Eine grössere Mehrheit als gerade gut 50 Stimmen zu einer Fusion, wie in Ganterschwil beim letzten Mal, sollte doch unbedingt angestrebt werden.

Vielleicht noch dies, Parteien bestehen zur Hauptsache auch aus Stimmbürgern.