Besser baden dank Hightech

Seit dieser Woche verfügt das Alters- und Pflegeheim Pfand über eine moderne Pflegebadewanne. Sie erfreut Bewohner und Personal gleichermassen.

Karin Erni
Drucken
Teilen
Die Präsidentin der Heimkommission, Katharina Brotschi, und Heimleiterin Gabriela Böhringer begutachten die neue Badewanne. (Bild: KER)

Die Präsidentin der Heimkommission, Katharina Brotschi, und Heimleiterin Gabriela Böhringer begutachten die neue Badewanne. (Bild: KER)

Die neue Pflegebadewanne im Alters- und Pflegeheim Pfand in Hundwil sieht nicht nur futuristisch aus, sondern bietet auch mehr Komfort. «Wir wollen, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner ihre Ressourcen so gut wie möglich nutzen können und länger selbständig bleiben», sagt Heimleiterin Gabriela Böhringer. «Früher mussten die Badewilligen umständlich in einem Pflegelift in das Bad gehievt werden, nun können sie die Badewanne bequem aus eigener Kraft besteigen.» Möglich wird dies durch die hochklappbare Seitenwand der Wanne. Nachdem diese wieder geschlossen wurde, kann die Badewanne per Fernbedienung in die Horizontale bewegt werden. Sie kann von den Pflegenden nach Bedarf auch in der Höhe verstellt werden, wodurch eine rückenschonende Arbeitsweise gewährleistet ist. «Auch Bewohner, die im Rollstuhl sind, können nun einfacher in die Wanne transferiert werden», erklärt Gabriela Böhringer. Zur Sicherheit der Badenden trägt auch die eingebaute Temperaturanzeige bei; zudem kann das Badewasser die Temperatur von 42 Grad nicht überschreiten.

Während der rund drei Wochen dauernden Bauzeit wurde das Badezimmer umfassend umgestaltet. «Der in hellen Tönen gehaltene Raum wirkt jetzt viel grösser und freundlicher. Neu können die Bewohner während des Badens die Aussicht über Wiesen und Wälder geniessen», sagt Katharina Brotschi, Präsidentin der Heimkommission. «Früher mussten sie die ganze Zeit gegen die Wand schauen.» Zum Wellnesserlebnis tragen auch die individuell wählbaren Badezusätze bei. Je nach Wunsch und Stimmung können die Bewohner einen passenden Duft wählen. Lavendel beispielsweise wirkt beruhigend, oder ein Erkältungsbad wärmt wohltuend.

Gekostet hat das technische Wunderwerk 14 000 Franken. «Das ist etwa 2000 Franken mehr als ein gewöhnliches Pflegebad, aber es entspricht unseren Bedürfnissen besser», so Gabriela Böhringer. Sie hofft, dass künftig wieder alle 24 Plätze des Heims besetzt werden können. «Das Leben bei uns bietet viele Vorteile, wir haben eine Traumaussicht, es ist ruhig und familiär, und das Personal nimmt sich Zeit für die Bewohnerinnen und Bewohner.» Die alte Badewanne wird übrigens nicht entsorgt, sondern erhält ein zweites Leben als Küchenkräuterbeet.

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch