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Besser AHV stärken

«Sessionsrückblick», Ausgabe vom 13. Oktober
Matthias Lübberstedt-Oppliger, Huebstr. 22a, 9100herisau

«Sessionsrückblick», Ausgabe vom 13. Oktober

Im Rückblick auf die Session des Ständerates erwähnt Andrea Caroni die Revision der Altersvorsorge. Er hofft, dass der Ständerat in der nächsten Session auf den Kurs des Nationalrates umschwenkt. Das hoffe ich nicht. Warum? Die zweite Säule steckt in einer Krise, welche schon lange dauert. Der Hauptgrund dieser Krise ist die Situation auf den Kapitalmärkten. In den letzten Jahren musste der Mindestzinssatz für die Verzinsung der Pensionskassenguthaben laufend nach unten korrigiert werden. Der Umwandlungssatz fällt förmlich in sich zusammen. Noch nie waren die Pensionskassenguthaben einem Negativzins ausgesetzt; dies ist jetzt der Fall! Zudem: «Immer mehr Pensionskassen zwingen Versicherte zum Kapitalbezug» (VZnews 09.2016) – und schieben das Risiko somit auf den Pensionskassenbezüger ab. In dieser Situation sollte die aktive Bevölkerung (gemäss Nationalrat) noch mehr Kapital anhäufen müssen, nur um das Niveau des Umwandlungssatzes einigermassen zu halten. Fazit 1: Es ist höchst riskant geworden, Kapital anzuhäufen, das auch nach Jahrzehnten seinen Gegenwert behalten soll. Da ist die erste Säule viel effizienter: Im Umlageverfahren verteilt sie das Geld der aktiven Bevölkerung direkt an die AHV-Bezüger und häuft nicht über Jahrzehnte Kapital an (ganz abgesehen vom AHV-Ausgleichsfonds von ungefähr 40 Milliarden Franken). Wer dem Umlageverfahren der ersten Säule misstraut, der hat auch kein Vertrauen, dass die Wirtschaft in Zukunft noch so funktioniert wie heute. Natürlich spielt die Demographie eine Rolle, aber die Babyboomer-Generation beginnt in etwa 20 Jahren «zu verschwinden». Fazit 2: Es ist also viel besser, die AHV kontinuierlich zu stärken und den Druck, der auf der zweiten Säule lastet, zu mindern (Version Ständerat). Im Blick auf die laufende Debatte möchte ich den Aufruf zur Konsensfähigkeit von Ständerat Ivo Bischofberger wärmstens unterstützen: Es darf nicht nochmals dasselbe geschehen wie bei der letzten AHV-Revision, als eine (unheilige) Allianz von SVP und SP die jahrelange Arbeit in der Schlussabstimmung vom Tisch fegte!

Windräder Oberegg

«Riesige Windräder beim St. Anton», Ausgabe vom 27. August

Der Gynäkologe Dr. med. G. Karrer wehrt sich öffentlich gegen die geplanten Windräder auf dem Oberfeld. Das ist sein gutes Recht. Allerdings werden unhaltbare Meinungen als Fakten dargestellt. Dr. Karrer: «…der Standort weist das geringste Energiepotenzial auf.» Tatsachen: Im Schlussgutachten Windmessung Oberfeld steht: «2200 bis 2800 Volllaststunden/j mit Erträgen von 6,6 bis 8,4 Mio kWh/j». Bei zwei Windrädern verdoppeln sich gar die genannten Werte. Weiter heisst es da, der Standort sei mit den besten bisher realisierten Standorten in der Schweiz vergleichbar.

Dr. Karrer: Das Gespräch mit den Anwohnern werde nicht gesucht. Tatsache: Dr. Karrer hätte z. B. Gelegenheit gehabt, sich vor Ort in Deutschland ein Bild zu machen, und das auf einer durch die Projektverfasser bezahlten Reise. Angebotene authentische und sachliche Informationen nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen, ist keine konstruktive Strategie. Dr. Karrers Meinung, Infraschall durch Windkraftwerke sei vergleichbar mit kriegerisch eingesetztem Infraschall, lässt sich widerlegen. Im Bericht «Windenergie und Infraschall» von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg heisst es: «Der von Windenergieanlagen erzeugte Infraschall liegt in deren Umgebung deutlich unter der Wahrnehmungsgrenze des Menschen.» Schädliche Wirkungen seien nicht zu erwarten. Verglichen mit Autos oder Flugzeugen sei der von Windenergieanlagen erzeugte Infraschall gering. In 150 m Entfernung seien die «Werte weit unterhalb der Wahrnehmungsschwelle.»

Dr. Karrer wird also den nahen Wald viel eher rauschen hören, als er je die nachhaltig Strom produzierenden Flügel der Generatoren hören oder fühlen wird. Dr. Karrer sagt: «Ich bin kein Gegner von alternativen neuen Techniken.» Meine Meinung: Natürlich sind Sie es, und Sie tun der Sache keinen Dienst, wenn Sie sich öffentlich so tendenziös äussern!

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