Berufsweltmeisterin Sabrina Keller kehrt nach Heiden zurück

HEIDEN. Ihre Kinder sollen dereinst in Heiden aufwachsen, sagt Sabrina Keller. So, wie es die 24-Jährige ebenfalls konnte, ehe sie ihre erfolgreiche berufliche Karriere startete.

Bruno Eisenhut
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Sabrina Keller vor der «Fernsicht»: «Mein nächstes Buch trägt den Titel <Weg zum Erfolg>». (Bild: Bruno Eisenhut)

Sabrina Keller vor der «Fernsicht»: «Mein nächstes Buch trägt den Titel <Weg zum Erfolg>». (Bild: Bruno Eisenhut)

HEIDEN. Ihre Kinder sollen dereinst in Heiden aufwachsen, sagt Sabrina Keller. So, wie es die 24-Jährige ebenfalls konnte, ehe sie ihre erfolgreiche berufliche Karriere startete.

Vorderhand können aber die Gäste der «Fernsicht» in Bälde von Sabrina Kellers beruflichen Erfahrungen und Fähigkeiten profitieren. Das Restaurant befindet sich derzeit im Bau. Die Berufsweltmeisterin in der Sparte «Restaurant – Service» tritt Anfang 2015 im Restaurant Fernsicht die Stelle als Chef de Service an und wird ab dann die Verantwortung für sämtliche Bankette innehaben. Wenige Monate später, im kommenden Frühling, eröffnet das aus einem Alt- und einem Neubau bestehende Restaurant an der Heidler Seeallee.

Sabrina Keller macht keinen Hehl daraus und strahlt, wenn sie sagt: «Ich freue mich sehr, wieder in Heiden zu arbeiten.» Hier sei ihr Zuhause, hier fühle sie sich am wohlsten. Die baldige Rückkehrerin weiss, wovon sie spricht: «Wer sich auf den Weg macht, kann seinen Rucksack mit Erfahrungen füllen», blickt sie auf die vergangenen fünf beruflichen Wanderjahre zurück.

Sieben Stationen in fünf Jahren

Im Hotel Heiden – wenige Meter neben ihrer künftigen Wirkungsstätte – begann der berufliche Werdegang mit der Ausbildung zur Restaurationsfachfrau. Nach erfolgreichem Abschluss im Jahr 2009 sah die junge Frau, die in ihrer Freizeit malt, Sport treibt oder meditiert, in verschiedenen Gastronomiebetrieben «wie man es machen kann oder eben auch nicht». So startete Keller im Restaurant Gentile in St. Gallen, ging dann weiter in die «Kronenhalle» nach Zürich, um dann nach Bangkok und England in renommierten Betrieben zu arbeiten. Zurück in der Schweiz ging das Sammeln von beruflichen Erfahrungen in Ascona im «Castello del Sole» und im «Quellenhof» in Bad Ragaz weiter, ehe sie an ihre bisher letzte Station in das Schloss-Hotel Wartensee nach Rorschacherberg wechselte. Dort hat Sabrina Keller das Gourmetrestaurant Surprise zusammen mit andern aufgebaut und nun ein Jahr lang geführt.

Sieben Stationen in rund fünf Jahren. Sabrina Keller liefert die Erklärung: «Nach meiner Qualifikation für die Schweizer Meisterschaften wollte ich eine Arbeitsstelle, die mich weiterbringt.» Gleiches habe nach der Qualifikation für die Weltmeisterschaften gegolten. Zudem sei es in dieser Branche Usanz, dass im Saisonrhythmus die Stelle gewechselt werde.

Als Autorin tätig

In den vergangenen fünf Jahren hat Sabrina Keller ihre Erfahrungen auf Papier gebracht. Zusammen mit Martin Erlacher, ihrem Coach an den Berufsweltmeisterschaften, hat sie ein Fachbuch erstellt. «Als ich mich auf die WM vorbereitet habe, stand mir kein Schweizer Servicefachbuch zur Verfügung», so Keller. Bedient hat sie sich bei holländischer, englischer oder österreichischer Fachliteratur. «Meine Nachfolger sollen eine bessere Situation antreffen», nahm sich die erfolgreiche Berufsfachfrau vor. Geworden ist daraus ein Servicefachbuch, welches heute den Weltstandard vorgibt und als Vorgabe für die Berufs-WM dient. Sabrina Keller fand dabei Gefallen als Autorin. Ein nächstes Projekt hält sie in ihrer persönlichen Ideensammlung bereit. Ein Buch mit Tips für den Weg zum Erfolg will sie irgendwann präsentieren.

Die 24jährige Heidlerin sieht in ihrem Engagement in der «Fernsicht» eine riesige Chance. «Dieses einmalige Angebot wollte ich nicht ausschlagen.» Bei diesem Projekt dabei zu sein, bedeute für sie nicht nur die Rückkehr in die Heimat, sondern auch eine Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln. Anders als bei den bisherigen Stationen legt Sabrina Keller beim «Fernsicht»-Engagement keinen Endtermin fest. «Ich hoffe, dass es möglichst lange passt.» Ein nachvollziehbares Statement, schliesslich sollen irgendwann auch ihre Kinder in Heiden aufwachsen können.

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