Bildung

Corona getrotzt: Berufstage der Hölzigen mit Teilnehmerrekord

274 Mädchen und Knaben, so viele wie noch nie, aus den Real- und Sekundarschulen Inner- und Ausserrhodens reisten in den vergangenen zwei Wochen für einen Tag an die Appenzeller Holzfachschule in Teufen. Mit Filmen, Vorträgen und praktischen Arbeiten lernten sie das Handwerk der Schreiner und Zimmerleute kennen.

Clemens Fässler
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In Teufen lernen Mädchen und Knaben lernen die Arbeit mit Holz kennen. Bild: Clemens Fässler

In Teufen lernen Mädchen und Knaben lernen die Arbeit mit Holz kennen. Bild: Clemens Fässler

Trotz Coronapandemie hat sich die Appenzeller Holzfachschule in Teufen für die Durchführung der Berufstage ausgesprochen. Das Schutzkonzept entsprechend den kantonalen Vorgaben konnte gemäss einer Mitteilung problemlos umgesetzt werden. Mit dem Angebot stiessen die Verantwortlichen laut eigener Aussage auf grosses Interesse. Viele andere Anlässe zur Berufswahl, insbesondere Betriebsbesichtigungen, können zurzeit nicht angeboten werden.

Die Jugendlichen stehen also vor der Herausforderung, die grösste Entscheidung ihres bisherigen Lebens ohne die üblichen Vorbereitung fällen zu müssen. Nicht nur sie, sondern auch die Lehrer seien deshalb froh gewesen, vom Angebot der Holzfachschule profitieren zu können. Was aber bringen solche Berufstage den konkret Jugendlichen? Von den 274 Mädchen und Buben beginnt in zwei Jahren vielleicht ein Dutzend eine Schreiner- oder Zimmermannslehre. Für sie werden die Berufstage eine Bestätigung sein.

Eine weit grössere Anzahl dürfte die Bestätigung darin finden, dass Schreiner und Zimmermann ganz sicher nicht ihre Zukunft darstellen werden. Auch das ist eine wertvolle Erkenntnis, die nicht nur den Jugendlichen, sondern auch ihren Eltern und künftigen Lehrmeistern zugutekommt.

Keine Entscheidung fällen, aber Erfahrungen sammeln

Für die meisten Schüler, so eine Lehrerin aus Appenzell, würde weder das eine noch das andere zutreffen. Sie kämen nicht mit einem bestimmten Ziel nach Teufen und gingen auch nicht mit einer konkreten Entscheidung nach Hause. Für sie seien die Berufstage spannende Einblicke in eine bislang unbekannte Welt. Sie seien interessiert daran, Erfahrungen zu sammeln und den Horizont zu erweitern. Für die Mehrheit sind die Berufstage der Schreiner und Zimmerleute hilfreich in der Berufswahl, auch wenn es sich dabei nicht um die Berufe Schreiner oder Zimmermann handelt.

Die Berufstage der Appenzeller Holzfachschule besucht haben Schülerinnen und Schüler aus den Real- und Sekundarschulen Inner- und Ausserrhodens. Mit Filmen, Vorträgen und praktischen Arbeiten lernten sie das Handwerk kennen.