Bernhard Schweizer holt den Zwick

Mit zwölf Teilnehmern weniger als letztes Jahr wurde die neunte Zwickmeisterschaft am Ostersamstag in der «Sonne» Wintersberg nicht weniger spannend: Der «Zwick» wurde allerdings ins Neckertal entführt.

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104 Teilnehmer hatte die neunte Zwickmeisterschaft der SVP Ebnat-Kappel, moderiert von Nationalrat Toni Brunner. (Bild: cbu)

104 Teilnehmer hatte die neunte Zwickmeisterschaft der SVP Ebnat-Kappel, moderiert von Nationalrat Toni Brunner. (Bild: cbu)

Ebnat-Kappel. Vielleicht war das Wetter einerseits tatsächlich ein wenig zu schön, aber andererseits kann nicht jedes Jahr ein neuer Teilnehmerrekord erzielt werden. SVP-Nationalrat Toni Brunner war mit den 104 Teilnehmern der diesjährigen Zwickmeisterschaft sehr zufrieden. Nach der musikalischen Einstimmung durch das «Echo vom Schofberg» gab er den Jasserinnen und Jassern die Spielregeln bekannt.

Möglichst wenig «Vögel»

In vier Runden, jeweils mit zugelosten Gegnern, galt es, möglichst viele Striche und möglichst wenige «Vögel» zu erspielen. Vorjahressieger Ernst Kuratli, Trempel, hatte das Glück nicht auf seiner Seite, er wurde nur 51. Nach den Hauptrunden lag Heinz Wichser, Wintersberg, mit 81 Strichen und einem Vogel ganz vorne. Gleich dahinter war Willi Wenk, Tobel, klassiert – er war einer von zwei Spielern, die keinen Vogel eingefangen hatten. Am meisten Striche, nämlich 87, hatte Daniel Hartmann, Schwand, erspielt, aber leider halt auch drei Vögel. Deshalb beendete er die Vorrunde als dritter, gefolgt von Bernhard Schweizer aus Brunnadern, welcher 76 Striche und einen Vogel aufwies. Gestärkt mit einer kräftigen «Zwicksuppe» machten die vier in der Endrunde den Zwickmeister unter sich aus. Kommentiert von Toni Brunner, damit alle im Saal das Geschehen am Spieltisch mitverfolgen konnten, war die Spannung kaum zu übertreffen. Und wieder einmal wurde der Letzte am Ende Erster: Bernhard Schweizer gewann mit neun Strichen souverän vor Willi Wenk, der schon letztes Jahr in der Endrunde mit dabei gewesen war. Auch Daniel Hartmann wusste um das benötigte Glück in der Endrunde, denn er war der Gewinner der siebten Zwickmeisterschaft. Nächstes Jahr ist es zehn Jahre her, seit der gesellige Anlass von der SVP-Ortspartei Ebnat-Kappel ins Leben gerufen wurde.

Zwei Überraschungen

Toni Brunner kündigte aus Anlass des Jubiläums zwei Überraschungen an, gab jedoch nur eine davon preis. Alfred Giezendanner, Brand-Hüsliberg, war damals als erster Zwickmeister erkoren worden. Er hatte den Zwick (ein Zwitter), der doch ein richtiges Böckli war, als Siegerpreis erhalten. «Seppetoni», so haben ihn Alfred Giezendanners Kinder getauft, lebt als stattlicher Ziegenbock und wird am Jubiläum nächstes Jahr mit dabei sein. (es)

Auszug aus der Rangliste 1. Bernhard Schweizer, Brunnadern. 2. Willi Wenk, Tobel. 3. Heinz Wichser, Wintersberg. 4. Daniel Hartmann, Schwand. 70 Punkte: Peter Eugster, Nesslau. 65 P.: Christian Looser, Krummenau. 64 P.: Ueli Giger, Nesslau; Patrik Brunner, Hemberg. 63 P.: Monika Bleiker, Zürich (beste Dame); Albert Giezendanner, Ebnat-Kappel. 62. P.: Johann Willi, Mosnang. 61. P.: René Giezendanner, Ebnat-Kappel; Ulrich Kuratli, Hemberg. 60 P.: Stefan Hartmann, Chäseren; Heidi Brunner, Bendel. 59. P.: Michael Grossmann, Brunnadern; Rös Wittenwiler, Nesslau. 58. P.: Hansueli Brunner, Bitzi. 57. P.: Markus Brülisauer, Bülach; Bruno Stillhard, Bütschwil; Andrea Zimmermann, Mägenwil. 56. P.: Elisabeth Bleiker, Schwand; Hannes Brunner, Wattwil; Marc Scherrer, Nesslau; Werner Hartmann, Ebnat-Kappel. 55. P.: Ueli Kolp, Hüsliberg; Claudia Keller, Herisau. 54. P.: Ruedi Schlegel, Hemberg; Franz Koller, Wattwil. 53. P.: Urs Föhn, Muotathal. 52. P.: Hannes Brunner, Bendel; Heinrich Künzle, Ebnat-Kappel. 51. P.: Hans Steiner, Affoltern am Albis. 50 P.: Ueli Künzli, Nesslau; Hans Menet, Herisau.