Bergkranz für Gaiser Schwinger Raphael Zwyssig

RIGI. Der Gaiser Schwinger Raphael Zwyssig sicherte sich seinen 34. Kranz vor 4500 Zuschauern auf dem Schwing- und Älplerfest auf der Rigi. Sein Verbandskollege aus Appenzell-Innerrhoden, Martin Hersche, konnte sich nicht gegen Andreas Höflinger durchsetzen und verpasste so knapp sein zweites Bergeichenlaub.

Franz Inauen
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Wegweisender Sieg von Raphael Zwyssig (oben) gegen den Rothenthurmer Eidgenossen Christian Schuler. (Bild: Werner Schaerer)

Wegweisender Sieg von Raphael Zwyssig (oben) gegen den Rothenthurmer Eidgenossen Christian Schuler. (Bild: Werner Schaerer)

Vergangenen Sonntag fand das 120. Schwing- und Älplerfest auf der Rigi statt. Vor gut 4500 Zuschauern konnte Andreas Ulrich das Fest für sich entscheiden. Im Schlussgang bezwang er Philipp Laimbacher nach rund fünf Minuten mittels Kurz. Der Gaiser Eidgenosse Raphael Zwyssig krönt sich in der Innerschweiz nach dem Stoos- auch mit dem Rigikranz.

Im Anschwingen stand Raphael Zwyssig dem Rothenturmer Eidgenossen und Mitfavoriten Christian Schuler gegenüber. Diesen wegweisenden Kampf vermochte er mit Kniestich und Nachdrücken für sich zu entscheiden. Nach dem gelungenen Start folgte ein gestellter Gang gegen den unbequemen Innerschweizer Dominik Waser, bei welchem Zwyssig kein geeignetes Mittel fand – der Gang endete gestellt. Er konnte in den folgenden zwei Gängen aber nochmals Fahrt aufnehmen und legte die beiden Innerschweizer Teilverbandskranzer René Suppiger und Ralf Schelbert auf die gültige Seite. Mit einer Maximalnote im fünften Gang wäre gar der Einzug in den Schlussgang möglich gewesen. Diese Aufgabe erwies sich hingegen gegen den Gersauer Filigrantechniker und späteren Festsieger Andreas Ulrich als zu schwierig. Im alles entscheidenden sechsten Gang liess Zwyssig jedoch nichts mehr anbrennen. Er sicherte sich seinen ersten Rigikranz gegen den Freienbacher Pirmin Föhn bereits in der ersten Minute mit Gammen links. Nach dem Kranzgewinn auf dem Stoos ob Schwyz ist es für Zwyssig bereits der zweite Bergkranz in der laufenden Saison.

Hersche ausgebremst

Ebenfalls einen ansprechenden Eindruck hinterliess der Innerrhoder Martin Hersche. Mit zwei Niederlagen verlief der Morgen verlief der Morgen jedoch alles andere als wunschgemäss. Mit zwei Siegen gegen Peter Barmettler und René Suppiger kämpfte sich Hersche jedoch erfolgreich zurück unter die Kranzanwärter. Gegen den Neoteilverbandskranzer Andreas Höfliger wurde Hersche eine lösbare Aufgabe zuteil. Leider verstrich die Zeit ohne Entscheidung und er verpasste nach seinem Kranzgewinn auf der Schwägalp 2013 sein zweites Bergeichenlaub knapp. Für Andreas Fässler war mit Alex Schuler die Herausforderung im Anschwingen zu gross und er musste sich dem jungen Innerschweizer Talent geschlagen geben. Leider kam Fässler auch in den folgenden Gängen nicht auf Touren und er musste sich mit Zwei Siegen, einem Gestellten und drei Niederlagen zufrieden geben. Etwas Höhenluft auf der Rigi konnten Dominik Schmid und Erich Dörig schnuppern. Für sie ging der Wettkampf jedoch nach vier Gängen und einigen lehrreichen Erfahrungen bereits zu Ende.

Laimbacher beendet Karriere

Während des ganzen Tages zeigte sich, dass die Nordostschweiz nicht mithalten konnte. Daniel Bösch und Roger Rychen klassierten sich als beste Nordostschweizer auf dem vierten Schlussrang, sie scheiterten aber insbesondere an den Namen Ulrich und Laimbacher. Der Gersauer Andreas Ulrich zeigte einen makellosen Wettkampf. Im Schlussgang gegen Philipp Laimbacher fand er nach rund fünf Minuten durch Kurz und Nachdrücken die Entscheidung. Mit Adrian Laimbacher bestritt eine über Jahre hinweg wichtige Innerschweizer Stütze ihren letzten Wettkampf. Der zehnfache Bergfestsieger verabschiedete sich nach seinem insgesamt 105. Kranzgewinn gebührend von der Schwingerbühne.

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