«Aescher» für 1,1 Millionen Franken umgebaut: So präsentiert sich das Berggasthaus im Alpstein zum Saisonstart

Das Bauprojekt beim Berggasthaus Aescher konnte wie geplant auf Beginn der Sommersaison 2020 abgeschlossen werden.

Stephanie Häberli
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Nach dem Umbau des Berggasthauses Aescher hat sich einiges verändert. Der westliche Gebäudeteil musste aufgrund der maroden Bausubstanz vollständig erneuert werden. Mit der komplett neuen Innenraumaufteilung wurden die Toiletten verschoben.

«An starken Tagen mit vielen Gästen kam es im Bereich nahe der Toiletten und beim Haupteingang oft zu Engpässen. Die Gäste auf der Terrasse, sowie diejenigen aus dem Restaurant, welche auf die Toilette mussten, sammelten sich dort. Auch die Servicekräfte mussten diesen Weg benutzen», sagt Gallus Knechtle, der Pächter des Berggasthauses Aescher. «Diese Situation konnte nun durch den Umbau optimiert werden», fährt Knechtle fort.

Gallus Knechtle und Melanie Gmünder führen das Berggasthaus Aescher.

Gallus Knechtle und Melanie Gmünder führen das Berggasthaus Aescher.

Bild: Urs Bucher

Die Verschiebung der Toiletten ermöglichte den Einbau einer geräumigen Ausgabestelle für die Gartenwirtschaft, wodurch die internen Abläufe vereinfacht werden. Zudem wurden zusätzliche Kühlzellen und Lagerflächen eingebaut. Diese vollständige Trennung der Gäste- und Arbeitsbereiche, sowie der Einbau zusätzlicher Nasszellen, sorgen für eine Verbesserung der Bedingungen.

Ausbau Übernachtungsangebot

Diese Neuerungen ermöglichen zudem, dass das bisherige Übernachtungsangebot weiter ausgebaut werden konnte. Es stehen neu sieben Einzel- und Doppelzimmer sowie ein Familienzimmer im Haupthaus zur Verfügung.

Pünktlich zu Beginn der Sommersaison erstrahlt das Berggasthaus Aescher in neuem Glanz.

Pünktlich zu Beginn der Sommersaison erstrahlt das Berggasthaus Aescher in neuem Glanz. 

Bild: PD

Auch die Wasserversorgung wurde beim Neubau optimiert. Mit der Fertigstellung einer neuen Versorgungsleitung zwischen der Bergstation der Ebenalpbahn und dem Wasserreservoir in der Wildkirchlihöhle, wurde die Verfügbarkeit von Trinkwasser verbessert. Knechtle erläutert: 

«Weiter haben wir nun Vakuumtoiletten, welche erheblich weniger Wasser verbrauchen als die Vorgänger.»

Der Neubau entstand unter ständiger Begleitung der kantonalen Denkmalpflege. Auch Regionalität wurde beim Umbau gross geschrieben: Die Bauarbeiten wurden an Innerrhoder Unternehmer vergeben. Auch das Holz, welches für den Umbau verwendet wurde, ist aus der Region.

Umbau verlief planmässig

Die Baubewilligung für die Sanierung des Berggasthauses Äscher wurde nach kurzer Verfahrensdauer erteilt. Die Finanzierung des Bauvorhabens konnte mittels Bankdarlehen und der Erweiterung des vorhandenen Darlehens mit dem Kanton sichergestellt werden. Das Projekt wurde massgeblich mit Geldern der Denkmalpflege unterstützt. Bund, Kanton und der Bezirk Schwende leisten ihre jeweiligen Anteile für die Verbesserung dieses wichtigen Schutzobjekts.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Franken. Dieser Betrag liegt leicht unter dem geplanten Kostenvoranschlag. Knechtle zeigt sich mit dem Umbau sehr zufrieden. «Es wurde beim Umbau kein noch so kleines Detail ausgelassen.»

Trotz des Umbaus und der Coronakrise konnte das Berggasthaus Aescher unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorkehrungen pünktlich wieder Gäste empfangen. «Mit der Eröffnung am 12. Mai konnten wir in diesem Jahr sogar zwei Tage früher als im Vorjahr in die Sommersaison starten», sagt Knechtle.

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