Bereits jetzt ist ÖV-Anbindung luxuriös

«Bei der Verhältnismässigkeit bleiben», Ausgabe vom 18. Mai

Ronja Bösch, Rosenbüelstrasse 33,
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Als tägliche ÖV-Benutzerin und Anwohnerin der Rosenbüel­strasse möchte ich mich zum Leserbrief von Hanspeter Zollinger vom 18. Mai äussern. Lastwagen, landwirtschaftliche Fahrzeuge und Baumaschinen fahren auch weiterhin auf der Rosenbüelstrasse, auch ohne BLWE-Bus. Jedoch nicht bereits um 4.45 Uhr und bis nach 21 Uhr. Zudem ist ja laut Artikel im Toggenburger Tagblatt (Ausgabe vom 5. Mai) werktags morgens und abends sogar ein Viertelstundentakt geplant. Sicher müssen Fahrzeughalter nicht auf den Gehweg ausweichen, sie tun es aber immer wieder. Dies konnte ich während der Testphase regelmässig beobachten. Wenn unsere Schüler auf der Rosenbüelstrasse unterwegs sind, benötigen sie mit und ohne Rad oft sehr viel Platz. Daher erschüttert mich die Aussage im Leserbrief «die Frage, ob die Schulkinder gefährdet werden, ist müssig», zutiefst. Gerade die schwächsten Verkehrsteilnehmer müssen doch geschützt werden. Auch ich benutze fünfmal die Woche den Bus. Dass ich im Umkreis von 450 Metern drei Bushaltestellen erreichen kann, empfinde ich als Luxus. Nur aus reiner Bequemlichkeit brauche ich keinen Busstopp direkt vor der Haustür. Ich könnte das Aufheben der Haltestelle bei der Konditorei Forrer empfehlen. Auch so wäre eine Zeitersparnis von einigen Sekunden möglich.

Ronja Bösch, Rosenbüelstrasse 33,

9642 Ebnat-Kappel