Beiträge erfordern Gegenkommentar

«Rücktritte wären die logische Konsequenz», Ausgabe vom 13. Mai

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Die Beiträge in den oben genannten Ausgaben erfordern einen Gegenkommentar. So wünscht sich Herr Kobler mehr «bissige» Kantonsräte wie Herr Vogel. Für Frau Egli wären Rücktritte «logische» Konsequenz.

Wem bitte – würden Ihre Forderungen erfüllt – würden denn bissige Kantonsräte und zurückgetretene Regierungsräte nützen? Es müssten sich neue Leute einarbeiten und würden von der Mehrheit im VR des Svar ebenso ignoriert wie die bisherigen. Je länger entsteht der Eindruck, dass die Überzahl des VR Svar gar nicht die Interessen des öffentlichen Gesundheitswesens wahrnimmt. Die Spitalliste zum Beispiel ist ein sehr gutes Beispiel, wie die Privatkliniken die öffentlichen bedrängen. Braucht es ein noch übleres Beispiel als jenes in der Zeitung vom 13. Mai? Dort macht die «NZZ-Mutter» gratis Werbung für Berit- und Rosenbergkliniken! Geht es wohl noch dreister? Auch der «bissige» Kantonsrat Vogel kann auf Herrn Weishaupt hauen. Es scheint Mode zu sein, das öffentliche, der Allgemeinheit dienende Gesundheitswesen schlecht zu machen. Die «Mediziner» à la Vogel und die (gewinnorientierten) Privatkliniken drängen die öffentlichen Spitäler in eine (Defizit-)Ecke und fordern Köpfe von «Sündenböcken»! Sie machen es sich gar einfach am Freitag, 12. Mai, einfach die FDP-Forderungen in einen Beitrag umzuschreiben. Wer will noch daran denken, dass der Regierungsrat bis Frühling 2016 zur Mehrheit in FDP-Hand war? Wem kommen die Reduktion des RR und die Amtsverteilung in den Sinn? So wie Sie auch über die Kantonsratssitzung vom 8. Mai berichtet haben, zeigt, wie sehr auch die Zeitungsschreiber nur noch kleine ausgewählte Einzelheiten beschreiben. (Der Aufwand der anwesenden Journalisten verglichen mit der mageren Gesamtberichterstattung hat mich erschreckt!) Natürlich dürfen Sie mich mit dem «bissigen Vogel» aus Teufen beissen. Sie dürfen auch mit der FDP lamentieren. Sie machen sich mitschuldig an den Rufmord- und Sündenbock-Methoden der Politiker – sowie der Ellbogenmethoden der Ärzte- und Privatkliniken. Wem würde ein ev. Rücktritt der Herren Weishaupt und Frei nützen? Und wer darf die Scherben dieser elenden Gewinnmaximierung am Schluss zusammenwischen? Es ist höchste Zeit, dem öffentlichen Spitalwesen in Ausserrhoden wieder den Platz zu geben, für den über tausend Personen täglich arbeiten!

Hansueli Diem, 9100 Herisau