Beide Gutachten gutgeheissen

NESSLAU. Die Bürger von Nesslau stimmten an der Bürgerversammlung über zwei Gutachten ab: den Erweiterungsbau für eine Lernwerkstatt und Gruppenräume im Oberstufenzentrum Büelen und den Neubau einer Aufbereitungsanlage mit Stufenpumpwerk Säge-Laad. Beide Anträge wurden einstimmig angenommen.

Sabine Schmid
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NESSLAU. Die Bürger von Nesslau stimmten an der Bürgerversammlung über zwei Gutachten ab: den Erweiterungsbau für eine Lernwerkstatt und Gruppenräume im Oberstufenzentrum Büelen und den Neubau einer Aufbereitungsanlage mit Stufenpumpwerk Säge-Laad. Beide Anträge wurden einstimmig angenommen.

Schulhaus wird erweitert

Schulratspräsident Hansjörg Huser führte kurz aus, warum die Schule zusätzlichen Schulraum benötige. Die Unterrichtsformen hätten sich geändert, so dass die Schüler vermehrt eigenständig arbeiten müssen. Solche Lektionen werden nun vor allem im Büelensaal abgehalten. Dies, sagte Hansjörg Huser, sei aber nicht ideal, da der Büelensaal immer wieder anders eingerichtet werden müsse. Die zusätzlichen Gruppenräume schaffen mehr Platz in drei Klassenzimmern. Diese seien mit 75 Quadratmetern minimal dimensioniert. Hansjörg Huser sagte zudem, dass es im Realtrakt bereits Gruppenräume gibt. Nun sollen auch der Sekundartrakt um solche erweitert werden. Eine Bürgerin fragte, ob das Schulhaus mit diesem Erweiterungsbau bei den sinkenden Schülerzahlen nicht zu gross dimensioniert sei. Der Schulratspräsident hielt dem entgegen, dass zwar die Zahl der Schüler sinken. Dennoch bleibe die Anzahl der Klassen gleich hoch, was keinen zusätzlichen freien Platz gibt. Ohne Gegenstimme sagten die Bürger Ja zum Kredit über 1,2 Millionen Franken für den Erweiterungsbau im Oberstufenzentrum.

Zusammenschluss beim Wasser

Im zweiten Gutachten beantragte die Gemeinde, im Gebiet Säge eine neue Wasseraufbereitungsanlage zu bauen. Diese soll ein zehnjähriges Provisorium in der Stigen in Stein ablösen. Gleichzeitig soll die Wasserversorgung Stein technisch mit jener der Wasserkorporation Laad zusammengeschlossen werden. So sei es möglich, bei Bedarf Wasser von Stein in der Laad und umgekehrt zu nutzen. Gemeindepräsident Kilian Looser sagte, dass dies eine zukunftsträchtige Lösung sei. Die Bürger stimmten dem Vorhaben einstimmig zu und genehmigten den Kredit in der Höhe von 1,9 Millionen Franken. Für die Finanzierung kommt aber nicht nur die Gemeinde Nesslau auf. Bund und Kanton sowie die Gebäudeversicherungsanstalt zahlen Beträge an das Projekt. Einen Teil der Kosten übernimmt die Wasserkorporation Laad.

Im Zug der Bauarbeiten wird die Betriebssteuerung im Reservoir Stigen erneuert. Ebenfalls wird eine Abwasserleitung von der Laad nach Stein gebaut. Beide Vorhaben laufen über die Investitionsrechnung.