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Gemeinderat Max Eugster warnt vor der Ablehnung des Teilzonenplans Bahnhof: «Bei einem Nein wird das Flickwerk noch schlimmer»

Bringt das Bahnhofprojekt in Herisau weniger Verkehr? Was kostet das Vorhaben? Braucht es eine Steuererhöhung. Diese Fragen wurden an der Infoveranstaltung gestellt.
Jesko Calderara
Bei einem Nein zum Teilzonenplan müssten verschiedene Einzelmassnahmen umgesetzt werden. Bild: APZ

Bei einem Nein zum Teilzonenplan müssten verschiedene Einzelmassnahmen umgesetzt werden. Bild: APZ

An der Infoveranstaltung der Gemeinde Herisau am Dienstagabend im Casinosaal zur Entwicklung des Bahnhofareals und insbesondere zum Teilzonenplan gaben einzelne Aspekte der Vorlage zu reden. Dazu zählen beispielsweise die Kosten des Gesamtprojekts, das unter anderem aus dem Kreisel und dem Bushof besteht. Stand heute beträgt das Investitionsvolumen rund 58 Millionen Franken brutto. Wie viel davon die Gemeinde tragen muss, ist offen. Noch ist unklar, welcher Anteil vom Bund kommt und wie hoch der Beitrag der involvierten Partner ausfallen wird. Gemeinderat Max Eugster erwartet, dass Herisau ungefähr 20 Millionen Franken beisteuern muss. Einer der rund 130 Anwesenden wollte wissen, ob dafür eine Steuererhöhung notwendig sei. Ganz ausschliessen wollte Eugster dies angesichts der übrigen anstehenden Investitionen nicht. Der Gemeinderat werde aber alles dran setzen, die Finanzen ohne höhere Steuern im Lot zu halten, betonte er.

Ein weiteres Thema war der geplante Kreisel. Dazu meldete sich Martin Schraner zu Wort. Er hat das Referendum gegen den Teilzonenplan ergriffen. Schraner sprach sich erneut gegen die Verschiebung des Bahnhofkreisels aus. Theoretisch könnte dieser am bestehenden Ort realisiert werden, sagte Kantonsingenieur Urban Keller. Allerdings könnte in diesem Fall die Mühlestrasse aus Platzgründen nicht angeschlossen werden. Zur Lösung dieses Problems brachte Schraner die Verschiebung des Bahnhofkreisels um acht Meter Richtung Osten ins Spiel. Keller wies in diesem Zusammenhang auf die Ziele hin, die mit der vorgeschlagenen Lösung angestrebt werden. Demnach soll Platz für den Bushof geschaffen und der Bahnhof vom Verkehr entlastet werden. Abgesehen davon wolle man den Autos nicht übermässig viel Raum gegeben, sagte Keller. Stattdessen soll es für Reisende möglichst einfach werden, um etwa vom Velo auf die Bahn umzusteigen. Aus dem Publikum kam eine Frage zum künftigen Verkehrsaufkommen am Bahnhof. Ob es eine Abnahme geben wird, lasse sich kaum vorhersagen, sagte Eugster. Einerseits gebe es dank des neuen Kreisels eine Entlastung, anderseits aber durch die vorgesehene Überbauung mit Wohnungen und Gewerberäumlichkeiten langfristig auch zusätzliche Autos.

Bei einer Ablehnung wären die Bundesgelder verloren

In seinen Ausführungen ging Max Eugster auch auf die Folgen einer Ablehnung des Teilzonenplans Bahnhof am 20. Oktober ein. In diesem Fall könnten der Kanton das Kreiselprojekt und die Appenzeller Bahnen die Gleisverschiebungen trotzdem verwirklichen. Eugster warnte allerdings vor einem Nein zum Vorhaben. «Das Flickwerk wird sonst noch schlimmer», betonte er. Es wären viele Einzelmassnahmen notwendig, um bis 2023 das Behindertengleichstellungsgesetz umzusetzen und die sonstigen Mängel am Bahnhof zu beheben. Zudem wären die Bundesgelder aus dem Agglomerationsprogramm verloren und spätere Einnahmen durch die bauliche Entwicklung verunmöglicht, sagte Eugster.

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