Beherrschung des Rades

MOSNANG. Das 41. Radball-Grümpi ist Geschichte. Während sieben Tagen wurde um den Finaleinzug gekämpft. Grosse Bewunderung gab es für die Einlage der Sirnacher Kunstradfahrerinnen.

Beatrice Bollhalder
Drucken
Teilen
Den grossen Applaus haben sich die Kunstradfahrerinnen verdient. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Den grossen Applaus haben sich die Kunstradfahrerinnen verdient. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Freundschaftlich und doch ehrgeizig ist in den letzten Tagen des alten und in den ersten des neuen Jahres in der Oberstufenturnhalle um jeden Punkt gekämpft worden. Am Samstag standen schliesslich die Finalwettkämpfe an. In einem Zweierteam versuchten sowohl die Anfänger als auch die fortgeschrittenen Radballer den Ball dem gegnerischen Team ins Tor zu schiessen. Auch in den Sie + Er-Teams und in der Kategorie Damen konnten die zahlreich anwesenden Zuschauer grossartige Spielszenen beobachten. Zwischen den beiden Spielfeldern sitzend konnten sie sich aber auch in der Festwirtschaft – die beiden Festwirte Bettina Roos und Markus Schönenberger hatten alles im Griff – bedienen lassen. Das Wetter lockte an diesem Tag keinen hinaus.

Akrobatinnen auf dem Rad

Also liess es sich gemütlich plaudern und abwarten, wer in diesem Jahr wohl das Podest besteigen könne. Zudem standen noch weitere Attraktionen auf dem Programm. Noch während auf dem einen Feld die letzten Finalspiele ausgetragen wurden, wurde das zweite gereinigt, damit dem Auftritt des Kunstrad-Viererteams des Radfahrervereins Sirnach nichts mehr im Wege stand. Die vier jungen Akrobatinnen aus dem Kanton Thurgau boten eine Kür, von der die Anwesenden begeistert waren. Die jungen Athletinnen sind 2010 ins schweizerische Nationalkader aufgenommen worden. Die Thurgauer Girls haben in den folgenden Jahren bei den Schweizer Meisterschaften immer ganz vorne mitgemischt und sind im vergangenen Jahr als Weltmeisterinnen gefeiert worden. Ausserdem sind sie die Inhaberinnen des Elite-Weltrekordes mit 220,7 Punkten. Aufgrund der sehr guten Leistungen des Teams in der vergangenen Saison sind die jungen Frauen auch dieses Jahr wieder für die Thurgauer Sportlerwahl, in der Kategorie Team, nominiert. Nach ihrem Auftritt haben sie im Publikum Stimmen für dieses Voting gesammelt.

Kurz darauf wurde die Bühne für die ersehnte Rangverkündigung hergerichtet. Während Urban Koller die Gäste mit lüpfiger Musik unterhielt, haben RMV-Präsident Gregor Schnellmann und Pascal Schönenberger, Grümpi-OK-Präsident, die Preise für die Siegerteams aufgestellt. Anschliessend durften alle Finalteilnehmer ihren Preis auf der Bühne in Empfang nehmen. Unbestritten gewannen Carmen Breitenmoser und Silvan Widmer als die Stolperis die Sie + Er- Kategorie. Ebenfalls die Höchstpunktzahl erreichten Martin Widmer und Mich Reich als die «Hölzige 3». Etwas enger wurde es in der Kategorie Damen. Marion Breitenmoser und Martina Van Canegaem (MSV Wiesen) wiesen nur einen Punkt Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen auf. Michele Fust und Rainer Fäh konnten als «Sparta» schliesslich mit 13 Punkten die Kategorie Fortgeschrittene für sich entscheiden.

Mit 17 Teams im Einsatz

Das Vorhaben des STV Kirchberg, den Wanderpreis für die grösste Anzahl mitmachender Teams zu gewinnen, ist erreicht worden. Die Kirchberger haben mit 17 Teams am 41. Radball-Grümpi teilgenommen. Eine Flasche Wein durfte Kuno Schneider für seinen speziellen Einsatz entgegennehmen. Er hat nämlich in fünf verschiedenen Teams mitgewirkt. Die Halle füllte sich immer mehr, je näher der Auftritt des angekündigten Comedy Duos kam. Und nach diesem Genuss war es die Bar, in die Sportler und Zuschauer strömten.

Auch den «Hölzigen» wurde eine «scharfe Runde» gereicht.

Auch den «Hölzigen» wurde eine «scharfe Runde» gereicht.

RMV-Präsident Gregor Schnellmann (links) und Pascal Schönenberger (rechts) bedanken sich bei Kuno Schneider für dessen Einsatz.

RMV-Präsident Gregor Schnellmann (links) und Pascal Schönenberger (rechts) bedanken sich bei Kuno Schneider für dessen Einsatz.

Harte Kämpfe waren nötig, bevor man aufs Treppchen durfte.

Harte Kämpfe waren nötig, bevor man aufs Treppchen durfte.

Die Zuschauer hatten die optimale Möglichkeit, die Spiele in beiden Feldern verfolgen zu können. (Bilder: Beatrice Bollhalder)

Die Zuschauer hatten die optimale Möglichkeit, die Spiele in beiden Feldern verfolgen zu können. (Bilder: Beatrice Bollhalder)