Begeisterung beim Publikum

Derzeit findet in Lausanne die Gymnaestrada statt. Mit dabei sind auch Teilnehmer aus dem Appenzellerland. Swissrings und Säntis Gym haben sich zwei Jahre lang auf ihren Auftritt vorbereitet – nun ernteten sie vom Publikum viel Applaus.

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Gymnaestrada. Das Einleben an der Gymnaestrada erfolgte nach bekannten Mustern. Die Luxuszimmer (Schulzimmer) mit einem währschaft ausgestatteten Boden wurden sofort in Beschlag genommen und möglichst heimelig umorganisiert, und schon standen die ersten Stell- und Lichtproben auf dem Plan. Am späteren Abend durften sich dann Swissrings und Säntis Gym, beauftragt mit letzten Weisungen als Vorbereitung zum Schweizer Abend, langsam dem gesellschaftlichen Teil widmen.

Eröffnungsfeier im Stadion

Mit über 3000 Turnerinnen und Turnern ist die Schweiz nicht nur das Gastgeberland, sondern auch die Nation mit den meisten Teilnehmenden. Mit schweizerischer Pünktlichkeit begann eine glanzvolle Eröffnungsfeier im Olympiastadion. Als Empfang für die Gastnationen bildeten die Schweizer Teilnehmer ein Spalier und begleiteten sie mit emotionaler Unterstützung beim Einmarsch in den Innenraum. Das anschliessende Showprogramm läutete das grösste Weltturnfest im Breitensport fulminant ein: Die 14. World Gymnaestrada ist eröffnet und bewegt die Stadt Lausanne für die nächsten 7 Tage.

Schweizer Abend

Die Länderabende haben nebst den Tagesvorführungen einen grossen Stellenwert im Wochenplan. Die Appenzeller mit Swissrings und Säntis Gym haben sich über fast zwei Jahre auf diesen Moment vorbereitet. Das präzis geturnte Programm an 12 Schaukelringen liess das Publikum gleich zu Beginn der Show in Begeisterungsstürme ausbrechen. Unterstützt von idealen Beleuchtungsmomenten präsentierten sie ihr Können auf höchstem Niveau. Fast so spannende Augenblicke erlebten die Zuschauer beim professionellen Abbruch des Schaukelringgerüstes, welcher minutiös geplant und durchgeführt wurde. Die Gruppe Säntis Gym musste ihre Nervosität etwas länger im Zaume halten. Dies meisterten die mehrheitlich jugendlichen Teilnehmer gut und turnten grazil an den hängenden Tüchern, in die sie sich immer wieder kunstvoll ein- und auswickelten. Auch der zweite Teil der Gruppe zeigte seine Übungsteile kraftvoll und fliessend an ihrer Spezialbrücke, die eigens für die Gymnaestrada gebaut wurde. Die Kombination des Zusammenspiels wurde mit einem tosenden Applaus belohnt. Damit war die Brücke zu Sport, Menschen und Zusammenhalt eindrücklich geschlagen. Erwähnenswert ist die etwas andere Show der Gruppe mit handicapierten Menschen. Das sensationelle Zusammenspiel von Menschen mit und ohne Handicap liess niemanden regungslos auf den Sitzen bleiben. (pd)