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Bazenheider blickt aufwärts

Michael Sutter will Gemeindepräsident von Kirchberg werden. Er ist bereits Gemeinderat. Im Interview sagt das FDP-Mitglied, warum dies für ihn auch zu einem Nachteil werden kann.
Simon Dudle
Michael Sutter möchte als Gemeindepräsident dafür sorgen, dass keines der Kirchberger Dörfer bevorzugt behandelt wird. (Bild: Simon Dudle)

Michael Sutter möchte als Gemeindepräsident dafür sorgen, dass keines der Kirchberger Dörfer bevorzugt behandelt wird. (Bild: Simon Dudle)

Herr Sutter, als Ur-Bazenheider sind Sie mit einem Bekanntheits-Vorsprung in den Wahlkampf gestartet. Reicht dies schon zur Wahl?

Michael Sutter: Das würde ich nicht so sagen. In den anderen Dörfern der Gemeinde ist der Bekanntheitsgrad noch nicht so hoch wie in Bazenheid.

Sie sind aber immerhin schon seit sieben Jahren im Gemeinderat.

Sutter: Es ist sicher eine Hilfe, wenn man die Geschäfte schon kennt und Erfahrungen einbringen kann. Es kann aber auch ein Nachteil sein. Je nach dem, was die Leute vom Geschehen im Gemeindehaus halten.

Das Verhältnis Bazenheid-Kirchberg war nicht immer einfach. Wie erleben Sie das heute?

Sutter: Früher hat man sich im Norenwald getroffen, um sich einen auf den Deckel zu geben. Diese Zeiten sind vorbei, auch wenn Bazenheid andere Herausforderungen hat als Kirchberg. Wichtig ist, dass sich auch Bazenheider, Gähwiler, Müselbacher und Dietschwiler engagieren. Dann ergibt sich ein Miteinander.

Als Bazenheider muss es Sie schmerzen, dass es im Schulrat keine neuen Kandidaturen aus Bazenheid gibt.

Sutter: Das ist effektiv schade. Das gleiche zählt aber auch beim Gemeinderat für Gähwil.

Sind je neun Schul- und Gemeinderäte zu viele in der neuen Einheitsgemeinde?

Sutter: Ich denke, das ist das richtige Mass für eine Gemeinde mit fast 9000 Einwohnern. Da muss pro 500 Einwohner eine Person für eines der beiden Ämter kandidieren.

Mit der Vieldörfer-Struktur der Gemeinde ist es wichtig, dass vor allem im Schulrat alle Dörfer vertreten sind. Somit ist man breit abgestützt.

Sie werden «nur» von der FDP unterstützt, während ihr Parteikollege Roman Habrik auch die SP auf seiner Seite weiss. Enttäuscht Sie das?

Sutter: Natürlich wäre es schön gewesen, noch von einer zusätzlichen Partei Unterstützung zu erhalten. Wichtiger ist mir aber, dass ich die Unterstützung aus der Bevölkerung spüre. Ich habe viele positive Rückmeldungen auf meine Kandidatur erhalten.

Wie wichtig ist die Partei in diesem Wahlkampf?

Sutter: Es handelt sich um eine Kopfwahl. Ich bin zwar vom Freisinn, weil ich das Gedankengut mehrheitlich unterstützen kann. Allerdings muss ein Gemeindepräsident für alle da sein und andere Meinungen mit einbeziehen können. Eine kontroverse Diskussion ist wichtig.

Wieso haben Sie Ihre Kandidatur nicht schon vor dem Einsatz der Findungskommission bekanntgegeben? Sie hätten sich so wohl einen Gegenkandidaten ersparen können.

Sutter: So eine Kandidatur braucht reiflich Überlegungen auf verschiedenen Ebenen. Die Findungskommission war nicht nur für die Bevölkerung wichtig, sondern auch für mich. Es war für mich eine Bestätigung, dass man mich als valablen Kandidaten sieht.

Wer ist aus Ihrer Sicht Favorit?

Sutter: Das wird der erste Wahlgang am 25. September zeigen. Es ist schwierig, eine Prognose zu machen. Ich gehe von einem zweiten Wahlgang aus.

Wieso wollen Sie Gemeindepräsident von Kirchberg werden?

Sutter: Politik interessiert mich seit der Oberstufe und macht mir grosse Freude. Man kann etwas mitgestalten. Ich hatte immer schon eine Meinung zu kommunalen, nationalen und internationalen Themen.

Wo muss in Kirchberg der Hebel angesetzt werden?

Sutter: Ich mache mich dafür stark, das Fernwärmenetz von Bazenheid nach Kirchberg zu verlängern. Zudem dürfen die Finanzen nicht ausser Acht gelassen werden. Mit den anstehenden Investitionen in die Infrastruktur wird dies eine grosse Herausforderung für die Gemeinde Kirchberg.

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