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BAZENHEID: Im Winter muss die Wärme fliessen

Nach Erteilung der Baubewilligung sind Anfang April die Bagger aufgefahren. Verläuft alles nach Plan, werden ab der kommenden Heizperiode die ersten Bezüger erstmals mit Fernwärme beliefert.
Beat Lanzendorfer
Andreas Jossi erklärt am Bildschirm den Verlauf der Bazenheider Fernwärme. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Andreas Jossi erklärt am Bildschirm den Verlauf der Bazenheider Fernwärme. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@ toggenburgmedien.ch

«Uns ist bewusst, dass wir uns ein sportliches Ziel auferlegt haben», erklärt Andreas Jossi, Geschäftsführer rwt, Regionalwerk Toggenburg, das Vorhaben, ab Oktober die Vertragspartner mit Fernwärme zu beliefern. Und weiter: «Ende März sind die Bewilligungen vom Kanton eingetroffen, und die Gemeinde hat die Baubewilligung erteilt, Anfang April ging es bereits los.»

Lebensdauer von 40 bis 60 Jahren

Die ersten Bauarbeiten werden im Bereich der Ifang- und Wiler­strasse ausgeführt. Durch die Verwendung von unflexiblen Stahlrohren, die im Vorfeld produziert worden sind und nun im Boden millimetergenau aufeinander angepasst werden, bleiben die Baugräben über einen längeren Zeitraum offen. «Die Rohre werden erst an ihrem Bestimmungsort zusammengeschweisst, anschliessend intensiven Tests unterzogen und an den Verbindungsstellen isoliert, was einen nicht zu unterschätzenden Zeitaufwand zur Folge hat», meint Andreas Jossi weiter. Diese Bauweise hat zwei entscheidende Vorteile: Zum einen haben Stahlrohre gegenüber Kunststoffrohren eine längere Lebensdauer. Der Geschäftsführer des Energielieferanten rechnet mit einer Lebensdauer der Rohre von 40 bis 60 Jahren.

Die Wärme kommt vom ZAB

Zum anderen wird es technisch möglich sein, in Zukunft während des laufenden Betriebs neue Kunden anzuschliessen. Aktuell haben sich 25 Einwohnerinnen und Einwohner respektive juristische Personen, darunter die Politische Gemeinde, der Kanton und die Genossenschaft Wohnen im Alter/Seniorenpark, zum Wechsel auf die Fernwärme entschieden. «Der Anfang ist vollzogen, wir hoffen auf eine entsprechende Sogwirkung», meint Andreas Jossi, der überzeugt ist, dass in naher Zukunft noch weitere Einwohner auf den Fernwärmezug aufspringen. Die Wärme wird der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid liefern, deren Anlagen verfügen über genügend Kapazität, den Bedarf von Haushalten und Betrieben um ein Vielfaches abzudecken. Vorerst soll das Gebiet in Unterbazenheid mit Fernwärme versorgt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt ist vorgesehen, das Netz für weitere Teile von Bazenheid verfügbar zu machen. Während der Bauarbeiten lassen sich Lärm, Staub und Schmutzemissionen leider nicht vollständig verhindern, es kann zu Behinderungen im Strassenbereich kommen. Für die Anwohner und Passanten können vorübergehend Einschränkungen spürbar werden. Alle am Bau Beteiligten sind bemüht, die Auswirkungen für die Bevölkerung möglichst gering zu halten. Anwohner der betroffenen Gebiete werden im Vorfeld der jeweiligen Bauschritte informiert.

www.rwt.ch

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